
Die DITHMARSCHER LANDESZEITUNG aus Heide bemerkt:
"Na, immerhin. Nicht nur will Donald Trump keinen Nato-internen militärischen Zwischenfall vom Zaun brechen, um den Vereinigten Staaten Grönland zu sichern, sogar eine Einigung scheint nahe. Was der Präsident in Davos äußerte, war für seine Verhältnisse schon fast diplomatisch."
Die VOLKSSTIMME aus Magdeburg stellt fest:
"Nur 'ein Stück Eis' ist es, das die USA als verdienten Lohn für den alleinigen Schutz der westlichen Welt übereignet bekommen wollen. So einfach begründet Donald Trump den Kauf von Grönland, den er in Davos trotzig eingefordert hat."
Die BERLINER MORGENPOST bilanziert:
"Trumps mit Bosheiten über den alten Kontinent, mit Lügen und Selbstlob gespickte Rede war alles in allem eine Kampfansage. Die transatlantische Partnerschaft ist schwer beschädigt, das Vertrauen ist dahin."
Das Magazin CICERO findet:
"Man muss Donald Trump im Grunde dankbar sein für dessen Direktheit, ohne die in Brüssel einfach unverdrossen weiterreglementiert würde. Ob wir etwas draus machen aus diesem mit steigender Vehemenz wiederkehrenden Wachrütteln und uns endlich rüsten für ein Dasein in der geopolitischen Wolfswelt, liegt einzig an uns selbst.“
Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG mahnt:
"Wer auf Trump mit nationalem Kleinmut reagiert, läuft Gefahr, genau das Spiel zu spielen, das er anderen aufzwingen will. Nur eine handlungsfähige, geeinte EU kann dem transatlantischen Machtgefälle mit Würde und Durchsetzungskraft begegnen."
Thema in der RHEIN-NECKAR-ZEITUNG aus Heidelberg ist der Beschluss des EU-Parlaments, das Mercosur-Abkommen vom Europäischen Gerichtshof überprüfen zu lassen:
"Dieses Europa zeigt mitten in einem der größten Wirtschaftskonflikte Uneinigkeit. Wunderbar für Donald Trump, dessen kühne, selbstherrliche Reden, dadurch bestätigt werden: Amerika ist wunderbar, alle anderen versagen."
Die RHEINISCHE POST aus Düsseldorf bewertet die Entscheidung so:
"Angesichts der schwierigen Weltlage für Europa ist sie fahrlässig, wirtschaftlich ist sie völlig kontraproduktiv. Die deutsche Wirtschaft und der Bundeskanzler sind mit Recht entsetzt."
"Für europäische Freihandelsabkommen mit asiatischen Staaten ist das ebenfalls ein schlechtes Zeichen", betont die NÜRNBERGER ZEITUNG und fragt:
"Wer will mit uns noch verhandeln, wenn er sich dafür auf jahrzehntelange Prozesse einlassen muss?"
