23. Januar 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Kommentiert werden unter anderem die deutsch-italienischen Regierungskonsultationen in Rom.

    Bundeskanzler Friedrich Merz geht neben Giorgia Meloni nach der Unterzeichnungszeremonie eines Kooperationsabkommens bei den deutsch-italienischen Regierungskonsultationen.
    Das Treffen von Bundeskanzler Merz (l., CDU) mit Italiens Regierungschefin Meloni in Rom ist ein Thema in den Kommentaren. (Michael Kappeler / dpa-Pool / dpa)
    Der MÜNCHNER MERKUR betont, Kanzler Merz reiste
    "gleich mit zehn Ministern nach Rom, um Ministerpräsidentin Meloni seine Aufwartung zu machen. Auch wenn der Begriff 'Achsenmächte' historisch schwer belastet ist, rückt die Achse Berlin-Rom immer mehr ins Zentrum europäischer Bemühungen, angesichts der äußeren Bedrohungen enger zusammen zu rücken."
    Die STUTTGARTER NACHRICHTEN stellen fest:
    "Italiens rechtspopulistische Regierungschefin ist klar auf der Seite der Ukraine-Unterstützer und sie fährt einen überraschend EU-freundlichen Kurs. Bei vielen Themen, etwa Bürokratie-Abbau und Stärkung europäischer Wettbewerbsfähigkeit, sind Meloni und Merz auf einer Wellenlänge. Wenn sich Rom und Berlin hierbei unterhaken, kann das der gesamten EU nutzen."
    Die FRANKFURTER RUNDSCHAU findet:
    "Sinnvoll ist es sicher, diese Runden eines Kerneuropa der einflussreichen EU-Staaten durch Italien zu erweitern, was Kanzler Friedrich Merz mit seinem Treffen mit seiner Amtskollegin Giorgia Meloni anstrebt. Auf EU-Ebene ist das möglich, weil die Postfaschistin Meloni keinen antieuropäischen Kurs wie andere rechte Gruppen fährt. Das könnte sich das hoch verschuldete Land südlich der Alpen nicht leisten."
    Die LAUSITZER RUNDSCHAU aus Cottbus beschäftigt sich mit den Gesprächen in den Vereinigten Arabischen Emiraten mit Vertretern der Ukraine, Russlands und der USA:
    "Man kann Donald Trump viel vorwerfen. Aber nicht, dass er die Verhandlungen zwischen Russland und der Ukraine vernachlässigen würde. Jetzt tagen US-Verhandler erstmals seit Langem wieder mit Vertretern beider Kriegsparteien. Schon dieser Umstand zeigt, dass die Amerikaner eine ernsthafte Lösung wollen."
    Die RHEINISCHE POST aus Düsseldorf bemängelt:
    "Bei den aktuellen trilateralen Gesprächen in Abu Dhabi sind die Europäer nicht dabei. Selenskyj sitzt zwei Parteien gegenüber, die ihn zum Aufgeben bewegen wollen. Hinzu kommt, dass weder Trump noch Putin eine gewaltsame Verschiebung von Grenzen als Tabu betrachten."
    Die FRANKFURER ALLGEMEINE ZEITUNG gibt zu bedenken:
    "Eigentlich hatten die USA, die Ukraine und die Europäer in Davos eine Rahmenvereinbarung über Sicherheitsgarantien und den Wiederaufbau unterzeichnen wollen. Doch ging die gesamte Energie für einen 'Rahmen' zu Grönland drauf. Dass der ukrainische Präsident Selenskyj von den Europäern enttäuscht ist, lässt sich angesichts der Gesamtlage ein Stück weit verstehen."