22. Februar 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

In den Zeitungen von morgen geht es nochmal um den CDU-Parteitag, aber auch um den Abschluss der Olympischen Spiele und um den Vorschlag von Bundesinnenminister Dobrindt, Asylbewerber schneller in Arbeit zu bringen.

    Alexander Dobrindt (CSU), Bundesminister des Innern, aufgenommen im Rahmen einer Kabinettsitzung in Berlin im Februar 2026.
    Alexander Dobrindt (CSU) will Asylbewerber schneller in Arbeit bringen - eines der Themen in den Zeitungen von Montag. (picture alliance / photothek.de / Juliane Sonntag)
    Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG schreibt, Dobrindt marschiere in genau die falsche Richtung.
    "Sein Vorschlag, dass Asylbewerber nach drei Monaten Aufenthalt eine Arbeitserlaubnis erhalten sollen, soll die Sozialausgaben senken. Das ist aber nur haushalterisch gedacht, nicht migrationspolitisch. Das Signal lautet: In Deutschland darf jeder nach drei Monaten arbeiten. In Zeiten, in denen andere westliche Staaten ihre Asylpolitik verschärfen, kann man sich kaum einen größeren Pull-Faktor ausdenken."
    Der MÜNCHNER MERKUR hält den Vorstoß für richtig.
    "Lange, viel zu lange hatten dies gerade Politiker der Christsozialen abgelehnt. Die Rede war dann von 'Pull-Faktoren'. Unsinn! Wenn überhaupt, dann war die Aussicht auf hohe Sozialleistungen ein viel größerer Anreiz als deutsches Arbeitsrecht. Dobrindt hat den Fehler erkannt."
    Themenwechsel.
    "Die CDU hat ihren Parteitag fast perfekt über die Bühne gebracht",
    ist in der FRANKFURTER RUNDSCHAU zu lesen.
    "Friedrich Merz als Vorsitzender trotz Unmut über gebrochene Versprechen eindrucksvoll bestätigt, Signal der Geschlossenheit gesendet, keine Zerwürfnisse bei strittigen Themen. Sogar bei den hochsensiblen Themen Rente und Lohnfortzahlung im Krankheitsfall öffnete der Kongress in Stuttgart trotz verlockender Vorlage der Jungen Union kein Ventil".
    Die Zeitung DIE WELT klingt erheblich kritischer.
    "Die zentrale Botschaft des Kanzlers, politische Mehrheiten gebe es für ihn nur noch 'in der Mitte', ist de facto eine Absage an die Reformen, die das Land jetzt brauchte. 'Mitte' – das ist ein weit nach links verrückter Verhandlungstisch, an dem Sozialdemokraten und Grüne bestimmen, was geht und was nicht. Der Schwur der CDU auf die 'Mitte' wird keinen einzigen nach rechts abgewanderten Wähler zurückgewinnen, sondern die Repräsentationskrise nur weiter verschärfen."
    Und zum Schluss noch ein Blick auf das Abschneiden der deutschen Olympia-Athletinnen und -Athleten.
    "Die Bilanz fällt nicht gut aus",
    schreibt der KÖLNER STADT-ANZEIGER.
    "Das vom Deutschen Olympischen Sportbund gesteckte Ziel – Top drei im Medaillenspiegel – wurde nicht erreicht. Aus zwölf Goldmedaillen 2022 in Peking wurden acht 2026 in Italien. Und auch die Gesamtzahl an Edelmetall ist im Vergleich zu den vorherigen Olympischen Winterspielen erneut gesunken. Kann Deutschland nicht einmal mehr Wintersport? Zumindest nicht mehr so gut wie früher – so ehrlich müssen wir sein."