Der Bremer WESER-KURIER findet:
"Das Argument von Reiche, kleine Anlagen rechneten sich auch ohne Einspeisevergütung, ist bestenfalls halbrichtig. Es wird nämlich künftig erheblich länger dauern, bis sich neue Anlagen mit teuren Batteriespeichern bezahlt machen. Richtig ist aber auch, dass der private Stromerzeuger heute schon Geld verschenkt, wenn er den Solarstrom nicht selbst nutzt, sondern ins Netz abgibt."
Die TAGESZEITUNG - TAZ - stellt fest:
"Mehr als vier Millionen Haushalte haben sich Solaranlagen auf ihre Dächer setzen lassen, nutzen den Strom daraus selbst und speisen den Rest ins Stromnetz ein. Dafür bekommen sie eine garantierte Vergütung. Gibt der Markt sie nicht her, zahlt der Staat den Rest. Das sorgt für Planbarkeit."
Die SÜDWEST PRESSE aus Ulm wendet ein:
"Es lassen sich gute Gründe dafür finden, warum diese Förderung nicht länger benötigt wird. Die Preise für Photovoltaik-Module und Batteriespeicher sinken seit Jahren. Damit lohnt sich eine solche Anlage für immer mehr Menschen. Der Staat muss kein Steuergeld aufwenden, um ein gutes Geschäft für Verbraucher noch besser zu machen."
Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG gibt zu bedenken:
"Große Anlagen, die nach Reiches Wunsch weiterhin gefördert würden, erzeugen deutlich günstiger Strom als kleine Anlagen. Sie sind zudem besser zu steuern als die Dachmodule und können abgeschaltet werden, wenn die Netze überlastet sind. Es ist richtig, sie vorrangig zu behandeln."
Der KÖLNER STADT-ANZEIGER ist überzeugt:
"An der Digitalisierung der Netze und dem Verlegen dickerer Leitungen führt auf Dauer kein Weg vorbei – weil diese Maßnahmen in der neuen Energiewelt Effizienz erzeugen, die sich auch in mehr Wettbewerbsfähigkeit der Industrie ummünzt."
Thema in der FRANKFURTER ALLGEMEINEN ZEITUNG ist der erneut aufgeflammte Militärkonflikt zwischen Pakistan und Afghanistan:
"Die gegenseitigen Schläge, die Pakistan und Afghanistan jetzt gegeneinander führen, zeugen von einer zunehmenden Eskalation des Konflikts, der schon seit einiger Zeit schwelt. Ein Flächenbrand muss daraus nicht werden: Die Taliban haben nicht die Mittel dafür."
Die NORDWEST-ZEITUNG aus Oldenburg vermutet, die pakistanische Gesellschaft habe sich über die Jahre radikalisiert:
"Die einst gehätschelten Taliban wurden so zur Bedrohung. In diesem Konflikt gibt es kein 'Gut' und kein 'Böse'. Er macht aber einmal mehr deutlich, wie destabilisierend der politische Islam in der Welt wirkt."
