06. März 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Viele Zeitungen blicken auf die Landtagswahl in Baden-Württemberg am Sonntag.

    Wahlplakate zur Landtagswahl in Baden-Württemberg an einer Straße.
    Der Wahlkampf in Baden-Württemberg geht zu Ende. Am 8. März der Landtag gewählt. Dies ist ein Thema unsere Presseschau. (picture alliance/dpa | Marijan Murat)
    Die RHEINISCHE POST aus Düsseldorf klagt:
    "Die Rezepte der Kandidaten gegen den wirtschaftlichen Abstieg des Bundeslandes gerieten im Wahlkampf völlig ins Hintertreffen. Stattdessen diskutiert das Ländle über die Hochzeit des grünen Spitzenkandidaten Özdemir. Den CDU-Spitzenkandidaten Hagel holt ein völlig verunglücktes Video von vor acht Jahren ein, bei dem er von einer minderjährigen Schülerin mit 'rehbraunen Augen' schwärmt. Wenn eine politische Auseinandersetzung sich nur noch auf dieses Niveau beschränkt, dann ist das Wort vom Politzirkus sehr passend."
    Der MÜNCHNER MERKUR richtet seinen Fokus auf den grünen Spitzenkandidaten:
    "Das alte Schlachtross Özdemir hat, im Gegensatz zu seinem konturlosen CDU-Konkurrenten Hagel, einen fulminanten Wahlkampf geliefert. Die in Berlin abgestraften Grünen können immer noch Volkspartei – wenn sie, wie sie es im Südwesten traditionell tun, die Wähler der Mitte umwerben."
    Themenwechsel. Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG kritisiert die Rolle Deutschlands im Iran-Krieg:
    "In der Bundesregierung zieht zumindest der sozialdemokratische Teil nur allzu gern die Folgerung, die Verteidigungsminister Pistorius sinngemäß formuliert hat: Das ist nicht unser Krieg, die Bundeswehr wird nicht zum Einsatz kommen. Wenn die Türkei oder Zypern aber verstärkt ins Visier iranischer Raketen genommen werden sollten, und die Partner in der NATO beziehungsweise der EU nach Beistand riefen, dann würde Deutschland auf keinen Fall abseits stehen können."
    Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG schaut auf US-Präsident Trump:
    "Dessen Verhältnis zum Völkerrecht ist ungefähr so wie sein Verhältnis zur Dekoration des Weißen Hauses: Was ihm gefällt, macht er. Das Völkerrecht jedenfalls deckt die Angriffe der USA und Israels auf Iran nicht. Eine Maxime der Trump'schen Außenpolitik lautet: Töte deine Feinde. Darin sind die USA – im Nahen Osten mit Israel – zurzeit 'erfolgreich'. Wie der Iran aber aussehen wird, wenn die US-Flugzeugträger Richtung Kuba abgedreht haben werden, weiß niemand. Auch der US-Präsident nicht",
    gibt die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG zu bedenken.
    Zum Schluss noch ein Blick auf den Internationalen Frauentag am Sonntag. Die MÄRKISCHE ODERZEITUNG aus Frankfurt (Oder) merkt dazu an:
    "Frauen hierzulande und weltweit erleben systematisch Gewalt – doch stehen sie oftmals hilflos alleine da. Umso wichtiger, dass Gewalt gegen Frauen öffentlich thematisiert und Lösungen der Politik eingefordert werden – was am Frauentag hoffentlich nicht nur zahlreiche Frauen auf die Straße drängt, sondern auch viele Männer. Denn statt Blumen und Glückwünschen wäre Sicherheit ein weitaus bedeutenderes Geschenk."