
"Volkswagen war einst das Symbol für das Wirtschaftswunder. Jetzt droht der Konzern zum Symbol für den Niedergang des Industriestandorts Deutschland zu werden. Zumindest, wenn die Verantwortlichen nicht schnell und mutig handeln."
Die MEDIENGRUPPE BAYERN konstatiert: "Die Umsätze sinken, die Gewinne brechen weg, die Arbeitsplätze verschwinden, die Chinesen kommen. Die Bilanz des Volkswagen-Konzerns gibt nicht Anlass, ein Freudenfeuer zu entzünden. Andererseits: Eine Katastrophe um eine der deutschen Vorzeigefirmen ist auch in diesem Jahr nicht eingetroffen."
Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG analysiert: "VW bräuchte Macher und ein Aufbrechen der verkrusteten Machtstrukturen, in denen Land und Gewerkschaften nicht immer hilfreich agieren. Aber realistisch – so ehrlich muss man sein – klingt das nicht."
Nach der Landtagswahl in Baden-Württemberg attestiert die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG der CDU einen "interessanten Umgang mit ihrer Wahlniederlage: Führende Christdemokraten tun so, als hätte die CDU gar nicht verloren, sondern eine Art Unentschieden errungen. Und schon hat CDU-Fraktionschef Spahn auch eine Lösung parat: Özdemir und Hagel könnten sich nach einer gewissen Zeit als Ministerpräsident abwechseln. Spahn dürfte klug genug sein, um zu wissen, dass es so nicht laufen wird."
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG nennt es einen geschickten "Schachzug von Jens Spahn. Aber verloren ist verloren, wenn auch nur mit einem halben Prozentpunkt. Die CDU sollte sich nun wenigstens darum bemühen, den grünen Lastenrädern zu zeigen, was ein Porsche ist."
Und das Magazin CICERO schlägt eine grüne Minderheitsregierung vor. Dies "widerspräche keineswegs dem Wählerwillen. Schließlich ergaben alle Umfragen, dass die Bürger Özdemir in der Staatskanzlei sehen wollen. Das wäre keine sonderlich stabile Konstellation. Aber Minderheitsregierungen bedeuten nicht den Untergang eines Landes."
Themenwechsel: "Der Iran-Krieg sei so gut wie vorbei, sagt US-Präsident Donald Trump. Das erscheint als kühne Ankündigung", befindet die SÜDWESTPRESSE aus Ulm."Bislang gibt es aber keinen Anhaltspunkt dafür gibt, dass das iranische Regime wanken würde. Weiterhin schlagen dessen Raketen und Drohnen in den umliegenden Ländern ein. Und es wurde mitten im Krieg sogar ein neuer oberster Führer gekürt."
Die KÖLNISCHE RUNDSCHAU sieht indirekt eine gute Nachricht: "Trotz schwerer Angriffe sucht der Präsident einen Ausweg aus dem von ihm begonnenen Krieg und hofft ihn zu finden, indem er vermeintliche Erfolge erklärt. Das kann er, weil er niemals klare Ziele seines Kriegs definiert hat. So kann sich Trump herausreden und muss das auch tun, denn tatsächlich ist seine bisherige Kriegsbilanz miserabel."
