12. März 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Kommentiert wird erneut der Krieg im Iran, mit einem Fokus auch auf die vielen Toten nach dem Angriff auf eine iranische Mädchenschule zu Kriegsbeginn.

Ruinen einer von Bomben getroffenen Schule.
Bei Luftschlägen auf diese Mädchenschule im iranischen Minab starben am 28. Februar 2026 zahlreiche Schülerinnen und Lehrerinnen. (picture alliance / Anadolu / Stringer)
Die FREIE PRESSE aus Chemnitz befürchtet, dass der Krieg im Iran ausschließlich negative Folgen für die Zukunft haben wird:
"Hardliner in Teheran fühlen sich stark und dürften Lehren aus dem bisherigen Kriegsverlauf ziehen. Eine davon lautet, dass Verhandlungen mit dem Westen über das iranische Atomprogramm sinnlos sind, zumindest so lange, wie US-Präsident Trump im Weißen Haus sitzt. Eine andere Lehre aus iranischer Sicht ist die Erkenntnis, dass ein riesiges Arsenal an Raketen selbst gegen die modernsten Streitkräfte der Welt wirksam ist. Die dritte Lehre lautet, dass sich Angriffe auf die arabischen Golfstaaten lohnen. Trump und Netanjahu hatten sich den Iran-Feldzug als Spaziergang vorgestellt. Doch der Krieg wird zum Horrortrip."
Die TAGESZEITUNG - kurz TAZ - wirft Politikern in den USA und in Israel vor, sich für die Argumentation zum Iran-Krieg religiöser Rhetorik zu bedienen:
"Sie dient dazu, massive Gewalt zu rechtfertigen und Rückhalt zu sichern. Die Dämonisierung des Gegners erschwert aber auch Kompromisse."
Bei Angriffen auf den Iran wurde auch eine Mädchenschule getroffen. Knapp 200 Menschen starben. Der KÖLNER STADT-ANZEIGER urteilt dazu:
"Einer der bittersten Begriffe in Kriegen lautet: Kollateralschaden. Wer sich bewusst für einen solchen Krieg entscheidet, muss wenigstens dafür sorgen, so gut vorbereitet zu sein, dass Bomben und Raketen nicht auf Kinder oder andere Zivilisten fallen. Wer dies nicht tut, zeigt sich plan-, verantwortungs- und skrupellos."
Themawechsel: Das Bundeskriminalamt feiert sein 75. Jubiläum unter dem Motto "Gemeinsam das Richtige machen".
Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG kommentiert vor diesem Hintergrund auch die Forderung des BKAs zur Vorratsdatenspeicherung, und findet:
"Diese Vorratsdatenspeicherung ist ein Zombie der Netz- und Kriminalpolitik: Eine einschlägige EU-Richtlinie und zwei einschlägige Gesetze wurden von den höchsten deutschen und europäischen Gerichten schon gekippt. Und trotzdem ist nun abermals so ein Gesetz geplant. Das rechtlich Richtige ist das nicht. Das Bundeskriminalamt sollte die Grundrechte nicht als lästiges Hindernis, sondern als konstitutiven Bestandteil seiner Arbeit betrachten. Das wäre das Richtige."
Ganz anders sehen das die Zeitungen der MEDIENGRUPPE BAYERN:
"Es ist allerdings nachvollziehbar und geboten, dass Ermittler bei berechtigtem Verdacht entsprechende Software nutzen können. Hier geht es schließlich um öffentlich zugängliche Fotos im Internet, die theoretisch jeder finden könnte. Es wird Zeit. Es kann nicht sein, dass Sicherheitsbehörden weniger können und dürfen als KI-Nutzer zu Hause auf der Couch."