13. März 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Deutschlandfunk - Die Presseschau

    US-Präsident Trump verlässt sein Flugzeug, die Air Force One. Er blickt ernst in die Kamera, rechts von ihm salutiert ein Militärangehöriger. (Archivbild)
    US-Präsident Trump lockert die Sanktionen gegen Russland. (Archivbild) (AFP / SAUL LOEB)
    Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG kommentiert die Lockerung der Öl-Sanktionen gegen Russland durch die USA:
    "Moskau profitiert schon von den Öl- und Gaspreisen, die explodiert sind, seit Teheran die Straße von Hormus sperrt. Nun ermöglicht US-Präsident Trump es mit der Lockerung der Sanktionen sogar noch, dass der Rubel richtig rollt, direkt in Putins Kriegskasse. Doch die Folgen interessieren Trump wie immer einen feuchten Kehricht."
    Der REUTLINGER GENERAL-ANZEIGER geht nicht davon aus, dass die nun durch die USA freigegebenen russischen Barrel den Weltmarkt beruhigen könnten.
    "Und weil der andauernde Irankrieg die Liefermengen aus der Golfregion weiter beschneidet, werden es auch nicht die letzten russischen Barrel gewesen sein."
    Aus Sicht der STUTTGARTER ZEITUNG ist es die psychologische Wirkung, auf die es ankommt. 
    "Der russischen Wirtschaft geht es nicht gut, aber am Boden liegt sie keinesfalls. Trotzdem muss nicht Putin zu Kreuze kriechen, sondern die vermeintlich Starken betteln jetzt wieder um Rohstoffe. Das ist ein Sieg auf voller Linie, den Putin nach innen genüsslich ausschlachten wird."
    Die LAUSITZER RUNDSCHAU aus Cottbus überlegt:
    "Ob Trump die Sanktionen wirklich wieder einführt, wenn die Freigabefrist am 11. April endet, ist alles andere als gewiss. Bisher hat er oft große Töne gegenüber Russland gespuckt. Wahrgemacht hat er keine seiner Drohungen gegenüber Putin."
    Die Magdeburger VOLKSSTIMME meint:
    "Nach über vier Jahren Krieg und gut ein Jahr nach dem Machtwechsel in den USA bricht die von den westlichen Ländern verhängte Isolation langsam auf. Selbst in der EU gibt es Spaltungstendenzen in diesem Konflikt, wie der Öl-Streit zwischen Ungarn und der Slowakei mit der Ukraine deutlich zeigt."
    Kulturstaatsminister Weimer hat sich gegen den geplanten Anbau für die Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig entschieden. In der Online-Ausgabe des TAGESSPIEGELS heißt es:
    "Nach aller Erfahrung werden parallel zu digitalen Medien physisch gedruckte Medien noch sehr lange weiter existieren. Diese müssen, das ist Gesetz, in der Deutschen Nationalbibliothek gesammelt werden. Sie muss neue Depots bauen, und der Bund muss diese finanzieren."
    Zuvor hatte Weimer mit der Streichung von drei linken Buchläden von der Nominiertenliste für den Buchhandlungspreis Kritik ausgelöst. Die MÄRKISCHE ODERZEITUNG aus Frankfurt(Oder) bemerkt:
    "Für Weimer ist die Kultur eine Kampfzone. Es ist sein übergroßes Sendungsbewusstsein, dass ihn in die Schlachten treibt. Wer die Musik bestellt, bestimmt, was sie spielt. Das ist Weimers Verständnis von staatlicher Kulturförderung. Das funktioniert bei der Feier einer Silberhochzeit im Gasthof 'Zum deutschen Haus'. Als Grundsatz der Kulturpolitik ist dieses Motto vollkommen untauglich."