In der Online-Ausgabe der Wochenzeitung DIE ZEIT aus Hamburg wird die Bundesregierung dafür kritisiert:
"Jeder Sparkassenkunde würde von seiner Bank vor die Tür gesetzt, wenn er sich verhielte wie Bundeskanzler Friedrich Merz und dessen Finanzminister Lars Klingbeil. Wer nämlich einen Immobilienkredit aufnimmt und die Summe statt für das geplante Haus für Urlaubsreisen verjubelt, muss das geborgte Geld in der Regel sofort zurückzahlen. Der Eintrag 'politischer Kreditbetrug' im Führungszeugnis wird dem Kanzler und seinem Finanzminister nicht dabei helfen, das nötige Vertrauen zu gewinnen."
Die FREIE PRESSE aus Chemnitz argumentiert:
"Jahrzehntelange Erfahrungen mit dem Ankündigungsmanagement von Bundesregierungen haben uns gelehrt, dass nicht jede regierungsamtliche Verbalrakete auch zündet. Aber wenn nun Analysen zeigen, dass die meisten für 2025 vorgesehenen Finanzmittel aus dem Sondervermögen zweckentfremdet wurden, ist das schon ein starkes Stück. Es untergräbt die vielleicht einzige Erfolgschance einer Regierung im Reformstress."
Die AUGSBURGER ALLGEMEINE mahnt:
"Bürgerinnen und Bürger erwarten zu Recht, dass neue Schulden auch neue Projekte bedeuten. Wer Milliarden mobilisiert, muss auch sichtbar liefern. Am Ende zählt nicht, wie geschickt Mittel verbucht werden, sondern ob Brücken saniert und Netze ausgebaut werden. Alles andere ist Buchhaltung – keine Politik."
Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG beschäftigt sich mit der Lage im Libanon, nachdem die israelische Luftwaffe nach eigenen Angaben neue Angriffswellen auf dortige Ziele gestartet hat:
"Deutschland war über Jahrzehnte ein geachteter Vermittler zwischen Hisbollah und Israel. Daran könnte es anknüpfen, traute sich bisher aber nicht wirklich. Deutschland sollte Israel zu einem neuen Waffenstillstand drängen. Und die libanesische Regierung dazu, entschiedener gegen die Hisbollah vorzugehen – sie notfalls auch mit Gewalt zu entwaffnen."
Der TAGESSPIEGEL aus Berlin empfiehlt ebenfalls einen Stopp der Angriffe:
"Denn mit Bomben allein wird die Hisbollah nicht zu besiegen sein. Sie verheeren nur das Land, töten oder vertreiben Frauen, Kinder und Männer, die nichts mit diesem Konflikt zu tun haben. Ohne eine umfassende Bodenoffensive ist die Bedrohung durch die Miliz nicht aus der Welt zu schaffen. Aber das hieße, auf längere Zeit an einer weiteren Front zu kämpfen. Dabei hat Israel schon mit dem Iran und der Hamas in Gaza genügend militärische Herausforderungen zu meistern."
