
"Trump tobt – und Friedrich Merz bleibt cool" - lautet das Fazit der NEUEN OSNABRÜCKER ZEITUNG zur Regierungserklärung des Bundeskanzlers:
"Merz versuchte, es weniger dramatisch aussehen zu lassen, als es ist. Sein Blick richtet sich auf Europa, das er zu mehr Selbstbewusstsein und Eigenständigkeit ermuntern will. Was bleibt ihm gerade auch anderes übrig?"
Die OSTDEUTSCHE ALLGEMEINE aus Dresden zeigt Verständnis, dass Deutschland und die NATO Trump nicht zur Hilfe kommen wollen:
"Trump führte die USA ohne Abstimmung mit dem Kongress oder den Verbündeten in einen Krieg gegen Iran. Die Bereitschaft, einem Amerika beizustehen, das sie zuletzt wie Gegner behandelte, ist begrenzt."
Das "Nein" gegenüber Trump könnte beim bevorstehenden EU-Gipfel aber auch zu einem Zeichen für mehr Einigkeit werden, findet der REUTLINGER GENERAL-ANZEIGER:
"Möglicherweise wächst langsam ein neuer europäischer Zusammenhalt mit einem gesunden Egoismus. So langsam dürfte nämlich selbst den letzten Quertreibern klar werden, dass eine angenehme Zukunft nur gemeinsam realisierbar ist."
Die TAZ blickt auf das Regime und die Menschen im Iran und zieht eine ernüchternde Zwischenbilanz des Kriegs:
"Die USA und Israel haben mit ihrer Intervention nicht nur Iran und der gesamten Region einen ungeheuren Schaden zugefügt. Eigentlich müsste es über diese Willkür, diese unerträgliche Arroganz der Macht, überall auf der Welt einen Aufschrei geben. Aber die Welt schaut zu – und die Geschichte geht weiter."
Die BADISCHE ZEITUNG aus Freiburg beschäftigt sich mit dem "Deutschen Schulbarometer", das die psychische Belastung von Schülerinnen und Schülern festhält. Erstmals seit der Corona-Pandemie gibt es demnach wieder einen Anstieg der psychischen Belastungen. Die Zeitung fordert einen Strategiewechsel:
"Bei der Frage nach der zentralen Stellschraube, durch die sich Probleme in der Schule schlagartig bessern würden, sind sich Bildungsforschung, Schulleitungen und Lehrkräfte einig: multiprofessionelle Teams, also schnelle Einsatztruppen aus Lehrkräften und Fachleuten aus Sonderpädagogik und Schulpsychologie."
Und die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG glaubt, ein Social-Media-Verbot, das in Zusammenhang mit psychischen Problemen von Jugendlichen oft diskutiert wird, sei in diesem Zusammenhang nicht zielführend:
"Die wichtigste Ursache für psychische Belastungen bei Kindern und Jugendlichen sind prekäre Lebensverhältnisse, Armut und Stress in der Familie. Wer bedenkt, dass die Befragten die Pandemie und den Krieg in Europa und im Nahen Osten erleben und trotzdem zu 85 Prozent zufrieden sind und sich nicht belastet fühlen, wird den meisten eine robuste psychische Resilienz bescheinigen müssen."
