23. März 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Deutschlandfunk - Die Presseschau

SPD steht in weißen Großbuchstaben auf einem roten Hntergrund, der Sprünge aufweist
Nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz geht es vor allem um den Zustand der SPD. (Grafik: picture alliance / CHROMORANGE | Michael Bihlmayer)
Nach der Landtagswahl in Rheinland-Pfalz befassen sich die Kommentatoren vor allem mit dem Zustand der SPD - auch auf Bundesebene.
Nach Ansicht der FRANKFURTER RUNDSCHAU muss sich die SPD wieder profilieren.
"Und endlich eine schlüssige Antwort auf die Frage geben: Warum soll ich euch wählen? Gleichzeitig sollten sich die Genossinnen und Genossen auch mal ernsthaft fragen, warum man so viele Wählerinnen und Wähler an die AfD verloren hat."
Die STUTTGARTER ZEITUNG unterstreicht:
"Linke Tagträumer, an denen es bei den Jusos, in manchen Funktionärszirkeln und selbst in der Bundestagsfraktion nicht mangelt, werden die SPD nicht am eigenen Schopf aus dem Sumpf ziehen. Nun braucht es Pragmatiker und Leute mit Mut zu Reformen."
DIE GLOCKE aus Oelde befürchtet:
"Die Pressekonferenz der beiden SPD-Vorsitzenden Bas und Klingbeil lässt in nichts vermuten, dass die Genossen von ihrer Versorgungsmentalität abrücken und zu grundlegenden Reformen wie einst Kanzler Schröder bereit sein werden. Damit geht sie immer weiter in Opposition zu ihrem Regierungspartner."
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG rät:
"Statt die Union immer nur vor einem Tabubruch zu warnen, sollte die SPD mehr zur Lösung der Probleme beitragen, die der AfD die Leute in die Arme treiben. Klingbeil muss jetzt endlich zeigen, dass er ein Anführer ist. Die Aufgabe von Bas ist es, die Parteilinke von einer Blockade des Kurswechsels abzuhalten. Und der Kanzler muss dem Koalitionspartner klarmachen, dass die Schonzeit vorbei ist, die die Union Wähler kostete."
Die RHEINISCHE POST mahnt, Merz müsse jetzt klug handeln:
"Der CDU-Vorsitzende hat einen Sieg eingefahren, der seine Partei erstmal beruhigen wird. Doch der Kanzler steht im Wort und muss nun seine ganze Kraft aufbringen, seine Wahlversprechen sozialverträglich umzusetzen und den SPD-Partner dabei mitzunehmen – ohne Arroganz. Denn es wird nur miteinander gelingen."
Und das Fazit der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG lautet:
"Nicht wegzudiskutieren ist spätestens seit den Wahlen in Rheinland-Pfalz undBaden-Württemberg auch, dass die AfD nirgendwo mehr eine kleine Partei ist. Die AfD ist der erschwerende Umstand für das, was auf Union und SPD in denkommenden Monaten zukommt."
Als Konsequenz aus dem schlechten Abschneiden der FDP will die Parteispitze um den Vorsitzenden Dürr zurücktreten. Dazu heißt es in der FRANKENPOST aus Hof:
"Dürr und seine Mitstreiter haben es nicht geschafft, ihrer Partei neues Leben einzuhauchen. Doch wer soll ihm und seiner Führungsmannschaft nachfolgen? Neben unklaren politischen Positionierungen fehlt es der FDP mittlerweile auch an profiliertem oder wenigstens profilierungsfähigem Personal."