29. März 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Viele Zeitungen kommentieren die sogenannten "No Kings"-Proteste gegen Präsident Trump - so auch die FRANKFURTER RUNDSCHAU:

Zu sehen sind Protestierende in der US-Metropole St. Paul.
Ein Thema in der Presseschau sind die Demonstrantionen gegen Präsident Trump in den USA. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Ellen Schmidt)
"Wenn immer mehr Menschen in den USA gegen die Politik von Trump, dessen autoritäres Regime und zum Schutz der Demokratie demonstrieren, dann ist das erfreulich. Schließlich sendet die politische Opposition mit dem breiten und bunten Protest ein beeindruckendes Lebenszeichen."
"Womöglich kippt da gerade etwas in Amerika",
meint auch die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG:
"Dafür spricht nicht zuletzt der Fall Emily Gregory. Sie hat die Tage im Wahlbezirk 87 eine Nachwahl um einen freigewordenen Sitz im regionalen Parlament von Florida gewonnen. Das ist der Wahlbezirk, in dem sich Mar-a-Lago befindet, das Märchenschloss der etwas anderen Art von Donald Trump. Wenn es möglich ist, Trump in seinem Hinterhof zu besiegen, dann müsste es doch fast überall möglich sein."
Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG klingt skeptischer:
"Das Vertrauen der MAGA-Basis könnte nur eine fundamentale Einsicht erschüttern: Trump war nie einer der ihren. Argumente gäbe es genug, zum Beispiel dieses: Während viele seiner Wähler den Wocheneinkauf nicht mehr bezahlen können, ist Trumps Vermögen im ersten Jahr der zweiten Amtszeit um 2,7 Milliarden Dollar gewachsen. Im Sumpf, den er austrocknen wollte, lebt keiner besser als er selbst",
konstatiert die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG.
Auch die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG befasst sich mit Trump, allerdings mit dessen Haltung zur NATO:
"'Warum sollten wir für sie da sein, wenn sie nicht für uns da sind?', sagte Trump jetzt über die Europäer. Mit solchen Formulierungen hat er die NATO schon halb verlassen. Denn damit ist nicht mehr das Beistandsversprechen nach Artikel 5 der Maßstab dafür, ob er die Verbündeten verteidigen würde, sondern ihr Wille zu Gegenleistungen auf anderen Schauplätzen, aktuell im Irankrieg."
Morgen legt die Kommission zur Reform des Gesundheitswesens ihre Empfehlungen für die Bundesregierung vor. Die SÜDWEST PRESSE aus Ulm erwartet...
"...einen großen Aufschrei. Die Vorschläge werden der Branche nämlich einiges abverlangen. Eine Finanzlücke von 15 Milliarden Euro im kommenden Jahr lässt sich nicht mit ein paar harmlosen Taschenspieler-Tricks stopfen."
Die LAUSITZER RUNDSCHAU aus Cottbus kommentiert die Reform der Altersvorsorge:
"Auch der Riester-Nachfolger wird nichts ändern. Die, die sich auskennen und es können, werden anlegen. Wer zwischen Konsum jetzt oder Sparen für das Alter entscheiden muss, weil das Geld knapp ist, wird im Zweifel den Blick auf das Jetzt ausrichten. Ohne weitere Pflichtelemente im Rentensystem wird man kaum mehr Menschen dazu bringen, für das Alter vorzusorgen. Etwas mehr Mut hätte Union und SPD gutgetan, die private Altersvorsorge ganz neu aufzustellen."