
Die Zeitung ND DER TAG bilanziert:
"Wieder hat das Orakel vom Weißen Haus so gesprochen, dass jeder es interpretieren kann, wie er will. Die Botschaft, die offenbar ankommen soll: Nur noch ein paar Wochen, dann ist dieser Krieg vorbei."
Das Magazin DER SPIEGEL stellt fest, Trump habe nichts Neues gesagt:
"Stattdessen: Prahlerei, Drohung, Übertreibung. Er sprach davon, die Iraner in die Steinzeit zurückzubomben – was eine bemerkenswerte Strategie ist."
Der Berliner TAGESSPIEGEL beobachtet:
"In der Rede an die Nation trat ein beleidigter Trump vor die Kamera. Die USA benötigen kein Öl und Gas aus der Golfregion. Sie produzieren mehr, als sie verbrauchen. Besorgt euch euer Öl alleine! Öffnet selbst die Straße von Hormus! Ohne militärische Hilfe der USA. Das war Trumps Rat an die Verbündeten."
Das Magazin CICERO wendet ein:
"Die Benzinpreise steigen. Die Lebensmittelpreise steigen. Und der Präsident spricht von Siegen. Irgendwo über dem Pazifik fliegen derweil vier NASA-Astronauten in Richtung Mond, weit weg vom irdischen Chaos. Die Welt schaut nach oben. Und fragt sich, wie Amerika einen Krieg beendet, der ohne Plan begann und ohne Plan weitergeht."
Das Fazit der österreichischen Zeitung DER STANDARD aus Wien lautet:
"Nach dieser kraftlos heruntergeleierten Ansprache ist niemand schlauer, woher dieser kaum begründete Krieg überhaupt herkommt; geschweige denn, wohin er führen soll. Der Sieg im Iran – er lässt auf sich warten."
Themenwechsel. Die RHEINISCHE POST aus Düsseldorf äußert sich zu den Kraftstoffpreisen:
"Das nennt man dreist: An dem Tag, an dem die neue Tankstellen-Regel der Bundesregierung in Kraft tritt, langen die Mineralölkonzerne richtig zu. Der Dieselpreis steigt in Deutschland auf eine Rekordhöhe. Die Regel, wonach die Tankstellen nur noch einmal am Tag den Preis anheben dürfen, führt offenbar dazu, dass die Konzerne es mit einem satten Aufschlag versuchen."
Mit Blick auf die hohen Preise hat der Deutsche Gewerkschaftsbund die Unternehmen aufgerufen, bei Homeoffice-Regelungen flexibel zu sein. Die SÄCHSISCHE ZEITUNG aus Dresden glaubt:
"Viel darf man sich nicht davon versprechen, wenn man auf Entlastung hofft. Erstens dürften von einer Ausweitung der Homeoffice-Regeln zu wenige Menschen profitieren. Zweitens ändert ein Homeoffice-Tag mehr in der Woche nichts an den Spritpreisen per se. Dazu müssten schon andere Hilfen kommen – und hier ist die Politik eher gefragt als einzelne Arbeitgeber."
