07. April 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Kommentiert wird der Kurs von US-Präsident Trump im Krieg gegen den Iran.

    US-Präsident Donald Trump bei seiner Rede an die Nation am 1. April 2026, an einem Rednerpult stehend.
    Das Ultimatum von US-Präsident Trump zur Öffnung der Straße von Hormus endet in der kommenden Nacht. (picture alliance / Capital Pictures / MPI)
    Die Online-Ausgabe der ZEIT geht auf Trumps Drohungen ein, eine ganze Zivilisation auszulöschen:
    "Das ist der offen annoncierte Vorsatz, Kriegsverbrechen zu begehen, vom Staatschef der ältesten Demokratie der Welt. Militärische Angriffe auf zivile Infrastruktur sind auch im Krieg nach dem humanitären Völkerrecht verboten. Die Genfer Konventionen, die UNO-Charta und andere Abkommen zielen darauf, den Horror des totalen Krieges zu verhindern, wenigstens einzudämmen. Zivilisten sind ebenso tabu wie Schulen, Dämme, Krankenhäuser, Straßen und Flughäfen."
    Die TAGESZEITUNGTAZ – schreibt:
    "Selbst wenn der US-Präsident das alles bloß als Drohkulisse hinwirft und sich dann am allgemeinen Entsetzen ergötzt – der Schaden ist angerichtet. Viele Staats- und Kriegsführer praktizieren schon längst die schlimmsten Verbrechen ungestraft, aber erst Trump macht so etwas auch noch salonfähig. Niemand wird jetzt noch einsehen, warum man im Umgang mit dem Feind nicht bis zum Äußersten gehen sollte. Egal wie das jetzt ausgeht: Das ist Trumps Vermächtnis."
    Die gestiegenen Kraftstoffpreise angesichts des Iran-Krieges beschäftigen weiterhin Politik und Verbraucher in Deutschland. Die MÄRKISCHE ODERZEITUNG aus Frankfurt/Oder notiert:
    "Dass jeden Tag ein anderer Koalitionsvertreter etwas Neues vorschlägt – Pendlerpauschale rauf, Mehrwertsteuer runter, Übergewinn stärker besteuern, Strom weniger besteuern – dürfte die Vorfreude, aber auch die Verwirrung zusätzlich ankurbeln. Doch leider hat es sich finanziell ausgewummst. Erst vor einer Woche wurde ein Gesundheits-Sparpaket vorgestellt, weil allein im kommenden Jahr über 15 Milliarden Euro fehlen."
    "Wo ist der Kanzler, der jetzt ein Maßhalten einfordert?", fragt hingegen die STUTTGARTER ZEITUNG:
    "Wäre Merz noch Oppositionspolitiker, dann würde man wohl täglich von ihm hören. Doch nun überlässt er dem großen Chor die Bühne, der vielstimmig die hohen Preise beklagt und Gegenmaßnahmen fordert. Dabei könnte der Staat die Marktmacht der Mineralölkonzerne sehr wohl schärfer begrenzen. Wie lange noch lassen sich Wirtschaftsministerin und Kanzler von der Öllobby beeindrucken? Wenn die Regierung den Bürgern später etwas abverlangen will, muss sie jetzt Handlungsfähigkeit beweisen."
    "Die neue 12-Uhr-Regel sollte mehr Transparenz und Wettbewerb bringen und die Märkte zähmen, doch sie floppt", schreibt die PFORZHEIMER ZEITUNG:
    "Die Mineralölkonzerne scheinen darauf zu setzen, dass die Politik und das Kartellamt nicht mit der nötigen Konsequenz gegen sie vorgehen. Wenn die Regierung wollte, könnte sie die Bürger sofort wirkungsvoll entlasten. Schließlich nimmt der Staat bei einem Dieselpreis von rund 2,50 Euro fast einen Euro an Steuern und Abgaben ein."