
Die FREIE PRESSE aus Chemnitz kommentiert in ihrer Online-Ausgabe:
"Trump hat den Wackelfrieden für einen hohen Preis erkauft. Der Präsident musste den Zehn-Punkte-Forderungskatalog des Regimes als Grundlage weiterer Verhandlungen akzeptieren. Und erlaubt Iran offiziell, den Verkehr durch die Straße von Hormus militärisch zu kontrollieren."
"Trump erscheint als angeschlagener Feldherr, der Lösungen des Konflikts nicht mitgedacht hat", schreibt die RHEINISCHE POST aus Düsseldorf und fragt:
"Ob sein Sinneswandel hält? Zugleich tritt der Iran selbstbewusst auf, doch das Regime ist offenkundig angeschlagener als gedacht. Weil beide Seiten die Waffenruhe innenpolitisch als Sieg verkaufen wollen, wächst das Risiko neuer Härte."
Die FRANKFURTER RUNDSCHAU stellt fest:
"Nachdem die Weltmacht USA nicht wie angekündigt das islamistische Regime und dessen Atomprogramm vernichten konnte, muss die Trump-Regierung nun mit den Mullahs verhandeln – auch über den Verbleib des angereicherten Urans."
Mit Blick auf die anstehenden Gespräche ist die BADISCHE ZEITUNG aus Freiburg überzeugt:
"Tatsächlich dürfte es Frieden im Mittleren Osten dauerhaft nur geben, wenn Irans Regime keine weiteren Angriffe der USA und Israels fürchten muss – und wenn es zugleich aufhört, selbst eine Bedrohung für seine Nachbarn zu sein. Pakistan und die anderen Vermittler stehen vor der Quadratur des Kreises."
Der MÜNCHNER MERKUR bilanziert, die NATO sei
"einen weiteren Schritt auf den Abgrund zugegangen. Trump wird sich das unnötig brüske 'nicht unser Krieg' der Deutschen merken."
Themenwechsel. Bundesverteidigungsminister Pistorius hat klargestellt, dass jüngere Männer ungeachtet des neuen Wehrdienstgesetzes das Land verlassen dürfen. Dazu bemerkt DIE RHEINPFALZ aus Ludwigshafen:
"Die dilettantische Kommunikation des Verteidigungsministeriums in den vergangenen Tagen hat Spuren in der Bevölkerung hinterlassen und für Verwirrung gesorgt. Sofort hat sich bei vielen das unliebsame Gefühl breitgemacht, dass der Wehrdienst die persönliche Bewegungsfreiheit eben doch einschränkt."
Der KÖLNER STADT-ANZEIGER betont:
"Der Fall offenbart ein grundsätzliches Problem: Es muss sich erst noch herausstellen, ob sich genügend Freiwillige für den neuen Wehrdienst finden – oder ob die Bundesregierung doch eine Bedarfswehrpflicht einführen muss. Träte letzterer Fall ein, würde die Genehmigungspflicht für Auslandsaufenthalte greifen."
