
Die RHEINPFALZ aus Ludwigshafen kommentiert die geplanten Änderungen an der Gesetzlichen Krankenversicherung:
"Die Änderungen, die Bundesgesundheitsministerin Warken am Gesundheitssystem plant, treffen wie erwartet alle Beteiligten. Dass Ehepartner, die bislang beitragsfrei mitversichert waren, in Zukunft bis auf wenige Ausnahmen ihre Krankenversicherungsbeiträge selbst zahlen sollen, ist natürlich nicht das alleinige Allheilmittel, aber ebenfalls die richtige Idee. Es ist weder solidarisch noch zeitgemäß, dass Erwachsene, die weder berufstätig sind noch kleine Kinder oder pflegebedürftige Angehörige betreuen, keine Krankenkassenbeiträge zahlen und trotzdem dieselben Leistungen erhalten wie Beitragszahler."
Kritik kommt von der RHEIN-NECKAR-ZEITUNG aus Heidelberg:
"Wieso aber Krebsvorsorge zurückgefahren werden soll und dass Kliniken der Geldhahn um eine spürbare Umdrehung zugedreht werden soll – das erschließt sich nicht. Politik ist – gerade wenn es um Gesundheit geht – für die Menschen da. Dazu bedarf es keiner 93 Krankenkassen und auch keiner Milliardengewinne in der Pharma-Industrie."
Die VOLKSSTIMME aus Magdeburg kann den Plänen nichts abgewinnen:
"Während Patienten und alle Akteure im Gesundheitswesen mit höheren Ausgaben rechnen müssen, macht sich die Koalition bei den Beiträgen für Bürgergeldempfänger einen schlanken Fuß. Die rund zwölf Milliarden Euro sollen weiter von den Beitragszahlern getragen werden, obwohl die Kommission die Finanzierung durch den Staat empfohlen hat. Die Praxis ist gegenüber den Beitragszahlern nicht nur ungerecht, sie ist rechtswidrig und untergräbt die Glaubwürdigkeit dieser Reform."
Mit einem Bild von sich als Jesus ist US-Präsident Trump wieder in die Schlagzeilen gekommen. Die AUGSBURGER ALLGEMEINE notiert:
"Bereits bevor Robert Prevost vor nun bald einem Jahr zum Oberhaupt der katholischen Kirche gewählt worden war, hatte er sich entschieden gegen die Entgleisungen Trumps oder dessen Vize Vance gewandt. Als 'Anti-Trump', jedoch nicht in dem Sinne, dass er gegen den Menschen Trump zu Felde ziehen wollte. Sondern als kräftige Stimme, die christliche Werte in schwierigen Zeiten anmahnt. Seitdem er Papst ist, wird seine Stimme weltweit gehört. Trumps jüngster Tabubruch dürfte der eine zu viel gewesen sein."
In der FRANKFURTER ALLGEMEINEN ZEITUNG ist zu lesen:
"Donald Trump hat so viele Tabus gebrochen. Da könnte man meinen: Was ist schon die persönliche Diffamierung eines Papstes oder die eigene Darstellung als Jesus Christus, wenn NATO-Austritt, Grönlandbesetzung und Zivilisationsvernichtung zur Debatte standen? Peinlich und geschmacklos, mehr nicht. Aber das würde zu kurz greifen. Der amerikanische Präsident dokumentiert damit so deutlich wie nie zuvor, dass er selbst vor religiösen Autoritäten und Gefühlen keinen Respekt hat. Das ist nicht nur für Katholiken noch einmal eine neue Dimension."
