17. April 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Die Zeitungen kommentieren unter anderem einen möglichen Einsatz der Bundeswehr zur Sicherung der Straße von Hormus.

    Retter bespritzen den Buckelwal vor der Insel Poel mit Wasser. Für den bei Wismar gestrandeten Buckelwal soll der neue Rettungsversuch heute beginnen. Umgesetzt werden soll das Konzept von einer privaten Initiative.
    Rettungsaktion für den getrandeten Buckelwal vor der Insel Poel. (picture alliance / dpa / Jens Büttner)
    Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG rät den europäischen Kräften, jetzt Präsenz zu zeigen:
    "Ohne eine Beteiligung der Europäer wird der alte Kontinent überhaupt keine Rolle mehr am Verhandlungstisch spielen. Mit gut gemeinten Appellen aus Europa allein wird eine dauerhafte Entspannung nicht gelingen. Und Merz sollte auch nicht herumdrucksen. Es geht ums Öl."
    Die LAUSITZER RUNDSCHAU aus Cottbus warnt vor US-Präsident Trumps Wankelmütigkeit:
    "Die Europäer müssen nur aufpassen, dass sie sich nicht zum Knecht ständig wechselnder Ziele des US-Präsidenten oder anderer Akteure machen. Der Trumpsche Dauer-Alarm-Modus ist kein guter Taktgeber, wenn man nicht zum reinen Auslöffler der Suppe werden will, die andere einem eingebrockt haben."
    Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG rät zum Handeln:
    "Mit der Entsendung von Schiffen und Flugzeugen kann nicht gewartet werden, bis Trump, Netanjahu und Khamenei einen goldgeränderten Friedensvertrag unterschrieben haben. Wenn in Paris, London und anderen europäischen Hauptstädten aus bündnispolitischen Gründen beschlossen wird, Marineeinheiten in den Persischen Golf zu schicken, kann Berlin nicht mit der Ausrede kommen, deutsche Minentaucher dürften sich nur um den Wal in der Ostsee kümmern."
    Themenwechsel zu besagtem Wal: Der Rettungsversuch für den in der Ostsee festsitzenden Meeressäuger wird am Samstag fortgesetzt. Die FREIE PRESSE aus Chemnitz analysiert die Reaktionen darauf wie folgt:
    "Dass Timmy so viele Menschen berührt, dürfte auch an der Weltlage liegen. Zwischen Irankrieg, Koalitionskrach und Wirtschaftskrise ist das Bedürfnis nach Geschichten mit gutem Ende groß. Dass Timmy sich so schwer helfen ließ, ist deshalb schwer zu ertragen.Ob aus Timmys Schicksal ein Momentum für den Meeresschutz wird, darf man bezweifeln. Dabei wäre das eine wirklich ermächtigende Perspektive auf die Lage: Timmy ist verloren. Aber die Meere sind es noch nicht."
    Einen ganz anderen Blick auf die Walrettungsmission präsentiert die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG:
    "Jetzt startet eine privat finanzierte Rettungsaktion zweier deutscher Multimillionäre – und Umweltminister Backhaus lässt sie geschehen. Aus Angst vor der öffentlichen Meinung? Mecklenburg-Vorpommern wählt im September einen neuen Landtag. Aus Sorge um sein politisches Vermächtnis? Backhaus steht vor der Pension."
    Die RHEINPFALZ aus Ludwigshafen allerdings überlegt:
    "Vielleicht zeigt der Fall 'Timmy' ja vor allem eines: Das Leid der Welt ist oft zu groß, um es wirklich an uns heranzulassen. Aber das Schicksal eines einzelnen Wesens trifft uns mitten ins Herz. Dass uns dieser Wal so bewegt, ist der Beweis, dass unsere Empathie noch lebt."