19. April 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Kommentiert wird unter anderem die Lage im Nahen Osten.

    Auf dem Bild sind zwei große Tanker auf ruhigem Meer in der Straße von Hormus zu sehen. Der Himmel ist klar, das Wasser wirkt still.
    Tanker liegen in der Straße von Hormus vor Anker: Die Meerenge ist eine zentrale Route des Welthandels. (picture alliance / Associated Press / Asghar Besharati)
    Zur Straße von Hormus schreibt die SÜDWEST PRESSE aus Ulm:
    "Offen, zu, offen, zu – die Lage in der Straße von Hormus gibt wenig Anlass, auf ein baldiges Ende des Krieges zu hoffen. Ganz im Gegenteil: Die Kehrtwende des Iran innerhalb von 24 Stunden, die Durchfahrt durch die Meerenge wieder zu untersagen, lässt vermuten, dass die Machtkämpfe innerhalb des Regimes zunehmen."
    Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG geht auf eine mögliche militärische Absicherung der Meerenge ein:
    "Dieses Hormus-Bündnis existiert bisher nur auf dem Papier. Alle Fragen sind offen: Wann, wer, unter welchen Umständen, mit welchen Schiffen, mit welchem Auftrag, mit oder ohne die USA – darauf gibt es entweder keine Antworten oder zu viele unterschiedliche. Von 'europäischer' Sicherheitspolitik zu sprechen, ist ein genauso großer Euphemismus, wie von amerikanischer 'Sicherheitspolitik' zu reden. Alle improvisieren nur."
    Die STUTTGARTER ZEITUNG bringt einen anderen Aspekt ins Spiel:
    "Noch richten sich die Augen auf das Geschehen über der Wasseroberfläche. Darunter aber bahnt sich die nächste Eskalationsstufe an, auf die die Welt kaum vorbereitet ist. 99 Prozent des weltweiten Datenverkehres laufen über Glasfaserkabel auf dem Meeresgrund. Die Furcht davor, dass der Iran auch am Meeresgrund aktiv werden könnte, wächst nahezu täglich."
    Der MÜNCHNER MERKUR glaubt:
    "Der Weg zum Frieden im Iran bleibt steinig. Fortschritte wechseln sich mit Rückschlägen ab. Das iranische Regime ist für seine abgebrühte Verhandlungstaktik berühmt. Dreh- und Angelpunkt bleibt Irans Atomprogramm. Mit weniger als dessen Ende kann sich US-Präsident Trump nicht zufrieden geben, will er vor seinen Wählern nicht das Gesicht verlieren."
    Themenwechsel. Kommentiert werden weiterhin die geplanten Reformen der gesetzlichen Krankenversicherung.
    Die MÄRKISCHE ODERZEITUNG aus Frankfurt (Oder) schreibt:
    "Das Trommelfeuer auf die geplante Gesundheitsreform hat begonnen. Und genau deshalb darf das Tempo von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) nicht gedrosselt werden. Es muss schnell gehen, damit die Reform tatsächlich Realität wird. Oder anders: Augen zu und durch. Denn so, wie es seit Jahren läuft, geht es nicht weiter."
    Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG stimmt zu:
    "Deutschland hat schon jetzt eines der teuersten Gesundheitssysteme auf der Welt. Der Dualismus von gesetzlichen und privaten Kassen steht dabei genauso im Mittelpunkt wie die grundlegende Architektur des Systems, in dem Krankenhäuser und niedergelassene Ärzte nebeneinander existieren. Viele Fachleute monieren zudem, dass zu wenig auf Prävention gesetzt werde."