
"Mit unseren Nachbarn, ob Frankreich, Polen oder anderen, verstehen wir uns so gut wie nie zuvor in der Geschichte", bemerken die NÜRNBERGER NACHRICHTEN. "Wir wollen nur so wehrhaft sein, dass wir selbst nicht zum Opfer eines Aggressors werden. Wer könnte dagegen ernsthaft etwas einzuwenden haben?"
DIE TAGESZEITUNG - TAZ - fragt dagegen zur Bundeswehr: "Wo sollen ihre künftigen Schwerpunkte liegen? In der Verteidigung von Bündnis- und Landesgebiet oder in abenteuerlichen Einsätzen mit zweifelhaftem Nutzen von Hormus bis in den Nordatlantik? Das neue Konzept liefert darauf keine Antwort. Von strategischer Weitsicht kann hierbei wohl keine Rede sein."
Die FREIE PRESSE aus Chemnitz bemerkt:
"Das Ziel, die stärkste konventionelle Armee in Europa aufzubauen, ist ein echter Kraftakt. Aber seit der 'Zeitenwende' sind immerhin schon vier Jahre vergangenen. Man kann durchaus fragen, warum bestimmte Dinge erst jetzt angestoßen werden."
Die VOLKSSTIMME aus Magdeburg moniert:
"Alles, was der russische Überfall auf die Ukraine hierzulande militärisch in Gang gesetzt hat, war bislang Stückwerk. Offenbart wurden die eklatanten Schwächen der Bundeswehr, gepaart mit einem verbreiteten Unwillen der jungen Generation, sich für den Wehrdienst bereitzufinden."
Die Verlängerung der Waffenruhe im Irankrieg ist Thema in der FRANKFURTER ALLGEMEINEN ZEITUNG. "Trumps immer wieder verlängerte Ultimaten an die iranische Führung waren letztlich ein Bluff, sie setzten ihn selbst stärker unter Druck als seinen Gegner. Die iranische Führung ist trotz ihrer Schwächung gewillt, den Konflikt auszusitzen."
Die RHEIN-NECKAR-Zeitung aus Heidelberg stellt fest: "Die Gefahr, dass die Weltwirtschaft in eine Rezession schlittert, ist ein Druckmittel für Teheran, das wenig zu verlieren hat – im Gegensatz zu Trump, dessen Republikaner bereits angsterfüllt auf die Zwischenwahlen im Herbst schauen."
Der REUTLINGER GENERAL-ANZEIGER betont:
"Die Mullahs haben erkannt, dass sie durch die Blockade der Straße von Hormus, die Weltwirtschaft in den Würgegriff nehmen können – inklusive Trumps treuer Wählerschaft."
Und die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG erinnert:
"Wo Trump fürchtet, sein Volk zu verlieren, sind die Machthaber im Iran völlig frei. Sie haben ihr Volk längst verloren. Wenn sie also nicht verhandeln und in Zukunft wieder Bomben fallen und Zivilisten sterben, dann tut das für sie nichts zur Sache. Und wenn sie doch verhandeln, mit den USA gar eine Einigung erzielen, wäre das für die Iranerinnen und Iraner ohnehin der schlimmstmögliche Ausgang. Denn das würde einen Machterhalt der Revolutionsgarde auf weitere Jahrzehnte bedeuten."
