26. April 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Die Zeitungskommentare thematisieren den versuchten Anschlag auf US-Präsident Trump in Washington sowie die Arbeit der Bundesregierung.

    Das Foto zeigt Polizisten in einem Festsaal.
    Beim traditionellen Korrespondenten-Dinner in Washington fielen Schüsse. (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Mark Schiefelbein)
    Dazu schreibt der REUTLINGER GENERAL-ANZEIGER:
    "Bundeskanzler Merz muss nun das Ruder herumreißen. Das ist schlicht im Sinne von Deutschland, dass der Kanzler nun die Trendwende schafft. Er muss endlich die angekündigten Reformen umsetzen, um das Land aus der Krise zu führen und vor einem Abrutschen in die zweite Liga zu bewahren."
    Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG sieht es so:
    "Auf den Unmut über steigende Energiepreise folgt das Versprechen von Entlastungen, und zwar für alle. Wenn dafür das Geld fehlt, ruft die SPD nach einer Lockerung der Schuldenbremse. Dieses mittlerweile eingeübte Ritual wird durch die hohen Umfragewerte der AfD aktuell noch verstärkt. Die Rechtspopulisten müssen nicht an der Macht sein, um ihre Macht auszuüben."
    Die MÄRKISCHE ODERZEITUNG aus Frankfurt/Oder ist folgender Meinung:
    "Ob hinter der Forderung ein bockiger Nadelstich Richtung Union steckt, nachdem so mancher Sozialdemokrat die Kanzler-Worte zum Rentensystem erzürnt überinterpretierte, oder ob die SPD stinkig ist, weil die Kommission zur von ihr in den Koalitionsvertrag verhandelten Reform der Schuldenbremse zu scheitern droht, ist nicht ganz klar. Klar ist hingegen: Die Schuldenbremse berücksichtigt schon jetzt die wirtschaftliche Lage."
    Der WESER-KURIER aus Bremen merkt an:
    "Bleibt die Frage, warum Merz seine missverständliche Rentenformulierung überhaupt benutzt hatte. Die Erklärung dafür ist vielleicht menschlicher, als man denkt. Offenbar war nach all dem Streit dem Kanzler einfach nach Applaus zumute."
    Nun in die USA. Bei dem traditionellen Korrespondenten-Dinner in einem Washintoner Hotel mit US-Präsident Trump war ein bewaffneter Mann durch eine Sicherheitsschleuse gestürmt und hatte dabei um sich geschossen.
    Die STUTTGARTER ZEITUNG notiert:
    "So wie die einen Trump verehren, hassen ihn die anderen. Das ist das eine. Das andere: Der Griff zur Waffe ist in einem Land, in dem jede noch so kleine Verschärfung des Waffenrechts ein Streitthema ist, relativ einfach. Gut zu heißen ist das nicht, auch nicht gegen einen wie Trump. Wer den US-Präsidenten aus dem Amt entfernen möchte, muss dafür rechtsstaatliche Möglichkeiten nutzen."
    In der SÜDDEUTSCHEN ZEITUNG ist zu lesen:
    "Der Gala-Abend endete mit Schüssen, Dinner-Gästen, die sich unter Tischen versteckten, einem überwältigten Täter und dem leider allzu vertrauten Gefühl, dass in Amerika jederzeit ein schwer Bewaffneter auftauchen kann, um andere zu ermorden. Die USA bleiben eine Geisel von Gewaltbereiten, die allzu leicht an Schusswaffen gelangen."