
Die FRANKFURTER RUNDSCHAU bemerkt zur Gesundheitsreform:
"Das Paket enthält, wie angekündigt, Zumutungen für alle Seiten: für die Versicherten, für die Krankenkassen, für Praxen, Krankenhäuser und die Pharmaindustrie. Das Krankengeld, immerhin, bleibt in voller Höhe erhalten. Für die schwarz-rote Koalition sind die Beschlüsse ein Test."
Die SCHWÄBISCHE ZEITUNG aus Ravensburg findet mit Blick auf die Ministerin:
"Respekt hat Nina Warken auf jeden Fall verdient. Das Tempo, in dem sie eine Gesundheitsreform auf den Weg gebracht hat, dürfte rekordverdächtig sein. Würde die Bundesregierung all ihre Vorhaben so zielgerichtet angehen, dann stünde sie besser da."
Die Wochenzeitung DIE ZEIT kritisiert:
"Die Beitragszahler werden durch das Sparpaket viel weniger entlastet als geplant. Dafür entlastet sich die Bundesregierung selbst und saniert ein Stück weit den angespannten Bundeshaushalt."
Die LAUSITZER RUNDSCHAU aus Cottbus bemerkt zum Haushaltsentwurf für das kommende Jahr und die längerfristige Finanzplanung:
Es ist "nicht zu erkennen, dass der Staat, der in Sachen Verteidigung und Investitionen mehr Geld ausgeben muss, an anderer Stelle ausreichend spart. Die Folgen sind nicht nur Schulden, sondern auch gewaltig wachsende Zinslasten, die den Handlungsspielraum nachfolgender Regierungen merklich einschränken werden."
Das Magazin CICERO bilanziert:
"In dieser 'Schicksalswoche' für die Koalition haben CDU/CSU und SPD so gehandelt, dass sie weiter gemeinsam regieren können. Dabei setzt Schwarz-Rot ganz auf die Strategie des Durchwurstelns."
Die AUGSBURGER ALLGEMEINE geht auf die Rede des britischen Königs vor dem US-Kongress in Washington ein:
"Im Jubiläumsjahr der Unabhängigkeit von der britischen Krone erinnerte ausgerechnet der Nachfahre des als 'Mad King' bekannten George III. die Amerikaner an all das, was ihr Land einmal großartig gemacht hat: Demokratie, Gewaltenteilung und Rechtsstaatlichkeit. Charles tat dies mit feinstem britischen Humor. Der traf am Hofe des Möchtegern-Königs erkennbar auf Unverständnis."
Und die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG hält fest:
"Hier sprach ein Europäer, der aus einem mehr als 1.000 Jahre währenden historischen Gedächtnis nicht bloß sein eigenes Recht ableitet, auf dem Thron seiner Nation zu sitzen, sondern der die Lehren und Warnungen verkörpern möchte, die diese Geschichte bereithält. Es scheint für den Augenblick, als habe der König damit den Ehrfurchtsnerv des amerikanischen Präsidenten berührt."
