30. April 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Wegen des morgigen Feiertags erscheinen viele Zeitungen nicht. In den Onlineausgaben befassen sich einige Kommentare mit US-Präsident Trump, der angedroht hat, die Truppenstärke in Deutschland zu reduzieren. So meint die SCHWÄBISCHE ZEITUNG:

    US-Präsident Trump während einer Rede.
    US-Präsident Trump (picture alliance / ASSOCIATED PRESS / Ross D. Franklin)
    "In seiner Wut über Kritik, die Kanzler Merz am Angriff der USA auf den Iran geäußert hat, droht Trump mit Truppenabzug. Als ob die Stationierung von Militär ein Gnadenakt sei und nicht das, was sie ist: gemeinsame Wahrnehmung gemeinsamer Interessen."
    Die Zeitungen der MEDIENGRUPPE BAYERN stellen fest:
    "Ein Abzug würde insbesondere den Regionen wehtun, in denen die Soldaten einen Wirtschaftsfaktor darstellen. Aber auch den Amerikanern wird schnell dämmern, dass sie genauso stark profitieren wie andersherum. Ramstein etwa ist als größter US-Militärposten außerhalb Amerikas ein unersetzliches Drehkreuz und Drohnen-Schaltstelle."
    Zu den durch Israel abgefangenen Schiffen einer Gaza-Hilfsflotte im Mittelmeer bemerkt ND.DER TAG:
    "Die israelische Marine tut, was sie immer getan hat, wenn jemand versuchte, den Menschen in Gaza über dem Seeweg zu helfen: in internationalen Gewässern gewaltsam zivile Schiffe und deren Crews aufzuhalten und danach meist nach Israel zu entführen. Staatliche Piraterie direkt vor europäischen Küsten."
    Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG analysiert:
    "Mit der Gaza-Flottille ist es wie mit der Weihnachtsgeschichte: Klingt nett, aber keiner glaubt daran. Mit Segelbooten gegen Kriegsschiffe, das kann nicht klappen. Das muss es aber auch nicht. Die Organisatoren erwarten nicht, dass die Aktivisten in Gaza-Stadt Carepakete verteilen können. Sie wollen darauf aufmerksam machen, wie erbarmungswürdig das Schicksal der Menschen dort ist. Seit am Persischen Golf Krieg geführt wird, interessiert Gaza die Weltgemeinschaft kaum noch."
    Zum Tod des Malers und Bildhauers Georg Baselitz schreibt DIE WELT:
    "Er hat alles erreicht: Ruhm, Widerspruch, Anerkennung, Feindschaft, Gefolgschaft, den Ehrenplatz in den Museen. Selbst in kunstferneren Milieus ist der Name zum Synonym für das nie ganz geheure Rätsel Kunst geworden."
    Die FREIE PRESSE aus Chemnitz ergänzt:
    "Baselitz war gerne ein unbequemer Zeitgenosse. Wenn er zur Gesellschaftskritik ausholte, dann saftig: Die Journalisten seien angepasst, die Künstler konform und die Demokratie in Deutschland zur Autokratie verkommen, polterte er kurz vor seinem 80. Geburtstag."
    Und die F.A.Z. verweist auf Folgendes:
    "Der Auflehnung blieb er bis zuletzt treu. Doch wurden ihm die sich im Alter häufenden Provokationen wie etwa jene, Frauen könnten a priori nicht malen, von großen Teilen des Publikums nicht mehr verziehen."