11. Mai 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Der Deutsche Gewerkschaftsbund DGB hat bei seinem Bundeskongress Widerstand gegen den möglichen Abbau von Arbeitnehmerrechten angekündigt.

    Yasmin Fahimi, DGB-Chefin, spricht beim Ordentlichen Bundeskongress des Deutschen Gewerkschaftsbundes (DGB) auf der Bühne.
    Der Bundeskongress des DGB ist eins der Kommentarthemen in den Zeitungen von morgen. (picture alliance/dpa/Fabian Sommer)
    Die FRANKFURTER RUNDSCHAU schreibt dazu:
    "Deutschland steckt in einer Wirtschaftskrise. Viele der vermeintlichen Lösungen, die Bundeskanzler Merz und seiner Union dazu einfallen, gehen auf Kosten der Beschäftigten. Starke Gewerkschaften werden gebraucht wie selten zuvor. Nur wenn sie mitreden, bleibt der gesellschaftliche Frieden erhalten."
    Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG sieht die Forderungen von DGB-Chefin Fahimi eher kritisch:
    "Fahimi sagt schon über die zaghaften Vorschläge zu Sozialreformen und Flexibilisierung der Arbeitszeit, man solle davon die Finger lassen, 'sonst müssen und werden wir gemeinsam dafür sorgen, dass der Protest dagegen auf die Straße kommt'. Für den Industriestandort und damit für die dort Beschäftigten verheißt das wenig Gutes".
    Die FREIE PRESSE aus Chemnitz meint:
    "Für die Menschen, die jeden Tag zur Arbeit gehen, ist es das Wichtigste, dass Deutschland zu alter wirtschaftlicher Stärke zurückfindet. Es ist also zu hoffen, dass die Gewerkschaften über sich selbst hinauswachsen und mehr zustande bringen, als sich hinter den immer gleichen Forderungen einzumauern. Dasselbe gilt allerdings auch für die Arbeitgeber."
    Bei seinem Besuch in der Ukraine hat Bundesverteidigungsminister Pistorius mit dem ukrainischen Präsidenten Selenskyj über den Ausbau gemeinsamer Rüstungsprojekte gesprochen.
    Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG ist überzeugt:
    "Das ist mehr als ein symbolischer Akt der Solidarität – es ist auch ein pragmatischer Schritt hin zu größerer europäischer Handlungsfähigkeit. Der Vorstoß kommt zu einem denkwürdigen Zeitpunkt: Die Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, vorerst keine Tomahawk-Marschflugkörper in Deutschland zu stationieren, offenbart einmal mehr die Grenzen transatlantischer Verlässlichkeit."
    Die Zeitungen der MEDIENGRUPPE BAYERN verweisen auf Vorteile für beide Seiten:
    "Während die Bundeswehr auf Truppenübungsplätzen trainiert, kämpft die ukrainische Armee auf dem Schlachtfeld. Pistorius hat erkannt, dass eine Kooperation der beiden Länder so wertvoll ist wie kaum eine andere Militärpartnerschaft der Gegenwart. Der Datenaustausch für schnelle Lagebilder auf dem Gefechtsfeld, die gemeinsame Entwicklung von Drohnen, die Plattform für militärische Innovationen – das ist der Versuch, ukrainische Kriegserfahrung direkt in die Strukturen und Systeme der Bundeswehr einfließen zu lassen."
    Ähnlich sieht es der MÜNCHNER MERKUR:
    "Verteidigungsminister aus aller Welt geben sich in Kiew die Klinke in die Hand, um dort Nachhilfe in moderner Drohnenkriegsführung zu erhalten. Für Europa ist die Ukraine längst kein Bittsteller mehr, sondern ein unverzichtbarer strategischer Partner."