18. Mai 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Ein besonderes Augenmerk richten die Kommentatoren auf die Debatte über die anstehende Erhöhung der Diäten im Bundestag. Der REUTLINGER GENERAL-ANZEIGER schreibt:

    Berlin, Deutschland: Deutscher Bundestag: 57. Bundestagssitzung: Blick ins Plenum, am Rednerpult steht Bundesministerin für Wirtschaft und Energie Katherina Reiche (CDU)
    Bundestagssitzung (picture alliance / dts-Agentur / -)
    "Und wieder einmal hatten weder der Kanzler noch sein Fraktionschef ein Gespür für die Menschen im Land und deren Situation. Das ist bitter und geht auch am Wahlvolk nicht vorbei. Denn die gestiegenen Energiepreise liegen vielen schwer auf der Tasche. Auch die Gesundheitsreform wird die Kosten für viele Versicherte steigen lassen. In einer Zeit, in der ein Kanzler die Bürger dazu aufruft, den Gürtel enger zu schnallen, kann man die Gehälter der eigenen Politiker nicht erhöhen."
    Der KÖLNER STADT-ANZEIGER erinnert:
    "Früher haben die Abgeordneten die Erhöhung ihrer Diäten selbst beschlossen. Jedes Mal wurde ihnen Selbstbedienung vorgeworfen. Nun folgen die Anpassungen der allgemeinen Lohnentwicklung. Wieder ist es einer breiten Mehrheit nicht recht. Darin drückt sich eine Missachtung, teils Verachtung der Arbeit der Parlamentarier aus."
    Der WESER-KURIER aus Bremen bemerkt:
    "Unions-Fraktionschef Jens Spahn rudert bei der Diätenerhöhung zurück und verhindert damit ausnahmsweise Schlimmeres. Bis vor Kurzem hatte er sich noch beratungsresistent gezeigt. Der Verzicht auf die Erhöhung ist dabei keineswegs ein selbstloses Opfer der Abgeordneten, sondern ein seltenes Zeichen der Solidarität."
    Die Zeitung DIE WELT sieht eine Aussetzung der Diätenerhöhung als
    "... ein richtiges und unverzichtbares Symbol in Zeiten, in denen die Politik vielen Menschen noch sehr viel mehr zumutet. Der Glaubwürdigkeitsverlust der Politik liegt auch daran, dass sie es in den vergangenen Jahren strukturell versäumte, bei sich selbst zu sparen. Gute Führung – auch politische – beginnt bei sich selbst."
    Die MÄRKISCHE ODERZEITUNG aus Frankfurt/Oder nennt den Ebola-Ausbruch in Ostafrika beängstigend
    ".... in erster Linie für die Menschen in den betroffenen Regionen. Andererseits ist Ebola vor allem im Ostkongo nur eine von vielen tödlichen Gefahren, in dieser Weltgegend, in der praktisch immer Krieg herrscht, auch wenn Donald Trump glaubt, ihn beendet zu haben. Marodierende Banden terrorisieren die Zivilbevölkerung und eine furchtbare, unfassbare Armut prägt den Alltag der Menschen. Die USA, aber auch andere Länder des Westens – inklusive Deutschland – sorgen sich dagegen, dass sie zu viel Entwicklungshilfe leisten."
    Die BADISCHE ZEITUNG aus Freiburg meint:
    "Die Weltgesundheitsorganisation schlägt zurecht Alarm. Breitet sich das Virus erst in Millionenstädten aus, könnte das Infektionsgeschehen außer Kontrolle geraten. Trotz allem besteht kein Grund zur Panik für die Menschen in Deutschland. Die Ausbreitung des Ebola-Erregers gilt als regional begrenztes Geschehen. Eine Pandemie ist allein deshalb sehr unwahrscheinlich."