
"Nun gibt es nicht wenige Fachleute, die mahnen, bei Trump nicht auf Worte zu hören oder gar Social-Media-Posts zu lesen, sondern einzig auf die konkreten Handlungen zu achten. Und tatsächlich: Die US-Soldaten sind bislang noch weitgehend da. Alles gut also? Leider nein. Die Abschreckungswirkung des Bündnisses beruht auf der glaubhaften Androhung ihres Einsatzes. Und genau diese Wirkung schwächt Trump mit seinen erratischen Aussagen."
Der REUTLINGER GENERAL-ANZEIGER führt an:
"Noch immer schmollt der Mann aus dem Weißen Haus, dass die Bündnispartner nicht Gewehr bei Fuß stehen für sein völlig unüberlegtes Kriegsabenteuer im Iran. Offen gibt Trump zu, dass er die US-Präsenz in Europa in erster Linie als Basis für globale militärische Interventionen sieht. Die Verteidigung der europäischen Partner spielt offensichtlich eine untergeordnete Rolle."
Der Bundestag hat die Apothekenreform beschlossen. Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG bewertet das Vorhaben positiv:
"Wenn Apotheken stärker in die Gesundheitsversorgung eingebunden werden, entlastet das nicht nur Arztpraxen, sondern verbessert auch die Versorgung insgesamt. Gerade bei einfachen Erkrankungen, Impfungen oder Fragen zur Medikation können Apotheker kompetent und schnell helfen. Das spart Zeit, reduziert Bürokratie und erhöht die Effizienz des Systems."
Anders sieht es ND.DER TAG:
"Mit dem Gesetz hat die Bundesregierung der Zunft zwar etliche Wünsche erfüllt, aber das Grundproblem ist noch lange nicht gelöst - die zuverlässige Versorgung auch im ländlichen Bereich. Wachsen werden nur die Kosten, die von den gesetzlichen Krankenkassen nach neuem Leistungskatalog übernommen werden müssen."
Zum Schluss noch zwei Kommentare zum Cyberangriff auf einen Dienstleister zahlreicher Universitätskliniken, bei dem zehntausende Patientendaten gestohlen wurden. Der KÖLNER STADT-ANZEIGER bemerkt:
"Wer glaubt, hybride Kriegsführung spiele sich irgendwo im Dunkeln des Internets ab, muss einsehen, dass er die Realität verkennt. Cyberangriffe auf das Gesundheitswesen zielen auf das Sensibelste, was eine Gesellschaft hat: die Sicherheit von privaten Daten, Diagnosen, psychiatrischer Befunde und das Vertrauen in jene Institutionen, die diese schützen sollen."
Und die BADISCHE ZEITUNG bemerkt:
"Ein Datendiebstahl solchen Ausmaßes lässt auf Versäumnisse auf allen Seiten schließen. Nicht nur das betroffene Unternehmen muss nun schnellstmöglich für Transparenz und lückenlose Aufklärung sorgen. Auch die Unikliniken stehen in der Pflicht."
