31. Mai 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Die Zeitungen beschäftigen sich unter anderem mit dem Bundesparteitag der FPD in Berlin, bei dem Wolfgang Kubicki zum neuen Vorsitzenden gewählt wurde.

Der neue FDP-Chef Wolfgang Kubicki beim Bundesparteitag in Berlin.
Die Wahl von Wolfgang Kubicki zum neuen FDP-Bundesvorsitzenden ist ein Thema in den Kommentaren. (imago / dts Nachrichtenagentur)
Die BADISCHE ZEITUNG aus Freiburg stellt fest, Kubicki habe zwar...
"... mit 60 Prozent gewonnen, aber seine überraschende Gegenkandidatin Marie-Agnes Strack-Zimmermann holte beachtliche 40 Prozent. Diese lassen sich nicht ignorieren. Am Parteichef wäre es nun, die Lager zusammenzuführen – und nicht Unterordnung zu erwarten."
Die VOLKSSTIMME aus Magdeburg findet:
"Die Wahl unter zwei Kandidaten sollte in einer Partei normal sein, die sich 'Freie Demokraten' nennt. Statt danach auf seine Herausforderin zuzugehen und angesichts des 60:40-Resultats beide Parteiflügel zusammenzuführen, will Kubicki Alleinherrscher sein."
"Für Kubicki wird es nun noch schwerer", vermuten die Zeitungen der MEDIENGRUPPE BAYERN:
"Denn so steht immer im Raum: Wie wäre es wohl mit Strack-Zimmermann gelaufen? Es stehen drei Landtagswahlen an. In Sachsen-Anhalt, in Berlin und in Mecklenburg-Vorpommern spielt die FDP derzeit keine Rolle, nirgendwo touchiert sie die Fünf-Prozent-Hürde."
DIE WELT ist überzeugt:
"Für die FDP eröffnet sich unter Kubicki die Chance, ein radikalliberales Gegenprogramm zur herrschenden Politik zu formulieren. Das aber kann nur gelingen, wenn heimatlose Bürgerliche wissen, dass sie nicht doch 'more of the same' bekommen."
Thema in der PFORZHEIMER ZEITUNG ist die Debatte über die geplante Bafög-Reform. Das Blatt konstatiert, es sollten sowohl...
"... die Wohnkostenpauschale als auch der Grundbedarf endlich angehoben werden. Während für Studierende angeblich kein Geld da ist, fließen 400 Millionen Euro in die Entlastung der Airlines. Dafür mag es Gründe geben. Doch die fatale Botschaft, die bei jungen Leuten ankommt, lautet: Billigflieger ja, Bildungschancen nein."
Die AUGSBURGER ALLGEMEINE verweist auf eine Empfehlung von CSU-Wissenschaftsministerin Bär:
"Wer neben dem Studium jobbt, sammle wichtige Erfahrungen. Kein Drama also. Zwischen dem, was Bafög für Wohnen zahlt, und dem, was ein WG-Zimmer in der Großstadt kostet, klafft jedoch eine Lücke von über 200 Euro im Monat. Jobben ist da keine Frage der Lebenseinstellung, sondern Notwendigkeit – nur fehlt dafür die Zeit."
Die TAGESZEITUNG - TAZ - betont, man könne Bär entgegnen, dass...
"... schon heute drei Viertel der Studierenden arbeiten. Man kann darauf hinweisen, dass der Bildungserfolg schon heute in kaum einem Land so von der Herkunft abhängt wie in Deutschland."