
Die BADISCHE ZEITUNG aus Freiburg findet:
"Mit ihrer Verschärfung der Asylregeln sendet die Europäische Union eine klare Botschaft. Der Kontinent schottet sich ab. Es ist allen voran der deutsche Innenminister Alexander Dobrindt, der bei der Kehrtwende in der Asylpolitik aufs Tempo gedrückt hat."
Die FRANKFURTER RUNDSCHAU konstatiert:
"Bisher ist nicht erkennbar, dass ein Staat bereit wäre, abgelehnte Asylsuchende aus Europa aufzunehmen. Attraktiv sein könnte es für undemokratische Regime, um ihr Ansehen zu verbessern. Falls sich ein Land finden sollte, das mitmacht, wird das kostspielig."
Die Zeitung ND DER TAG betont, als Gegenleistung seien
"erleichterte Visa-Regelungen für die Einreise in die Europäische Union im Gespräch. Darin liegt ein bemerkenswerter Widerspruch: Dieselbe Staatengemeinschaft, die Wege sucht, Menschen außer Landes zu bringen, wirbt zugleich um zusätzliche Zuwanderung."
Die MAIN-SPITZE aus Rüsselsheim glaubt:
"Die EU hat mit dem scharfen Asylkurs, den sie mittlerweile fährt, auf den grundlegenden Stimmungswandel in Europa reagiert. Abschottung und Angst vor Überfremdung dominieren die politische Agenda. Das ist die bittere Wahrheit, die nicht ignoriert werden kann."
Die FREIE PRESSE aus Chemnitz geht ein auf den neuen Armutsbericht des Paritätischen Gesamtverbands:
"13,3 Millionen Menschen leben in Armut. 2025 verzeichnete man eine Armutsquote von 16,1 Prozent, den höchsten Wert seit 2020. Ausweislich der Zahlen des Verbandes ist die Mittelschicht nur einen kleinen Schritt davon entfernt, in den materiellen Abgrund zu stürzen."
Der KÖLNER STADT-ANZEIGER verweist auf Studien, wonach
"die Lebensqualität in Wohlstandsgesellschaften mit großer Ungleichheit für alle sinkt: Nicht nur wer wenig hat, leidet. Wer etwas mehr hat, fürchtet den Absturz. Und wer viel hat, braucht sozialen Frieden im Land, damit es so bleiben kann."
Die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG kritisiert, viele Politiker redeten lieber über
"hohe Sozialbeiträge. Diese Weltsicht ist nicht nur kleinkariert, sondern auch unvernünftig. Geld, das für Sozialleistungen ausgegeben wird, ist nicht weg. Wer es bekommt, gibt es auch wieder aus."
Die SÜDWEST PRESSE aus Ulm wendet ein:
"Die Deutschen sind stolz auf ihren Sozialstaat und wollen in großer Mehrzahl, dass es fair und gerecht im Land zugeht. Wenn sie aber immer wieder vor Augen geführt bekommen, dass dieses Ziel nie erreicht wird und die 'Armut' ständig wächst, erzeugt das Angst, Frustration und Unzufriedenheit."
