07. Juni 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Viele Zeitungen beschäftigen sich mit den sozialpolitischen Reformen, die im Bund - je nach Thema - bereits angegangen oder noch diskutiert werden.

    Markus Söder, Friedrich Merz, Bärbel Bas und Lars Klingbeil sitzen nebeneinander bei einer Pressekonferenz
    Im April kündigten die Parteichefs von CSU, CDU und SPD einen Reform-Fahrplan bis zum Sommer an - einen Monat vor der Sommerpause werden einige Vorhaben konkreter. (imago images / dts Nachrichtenagentur)
    Die LANDSHUTER ZEITUNG unterstreicht:
    "Jeder Reformvorschlag muss auf Ausgewogenheit achten. Das heißt, wenn auf der einen Seite Beitragszahlern und Leistungsempfängern Zumutungen ins Haus stehen, dann müssen diese aber erkennen, dass stärkere Schultern auch mehr tragen."
    Die RHEINPFALZ aus Ludwigshafen lobt den Vorstoß der Jungen Union, die Rentenerhöhung abzuschwächen zugunsten von Bafög und Elterngeld:
    "Denn schon heute trägt die junge Generation enorme Belastungen: rasant steigende Mieten, höhere Abgaben, ein immer kostspieligeres Rentensystem bei zugleich unsicheren Zukunftsperspektiven. Trotzdem wird politisch meistens zuerst bei den Jungen gespart.
    Der Gesetzentwurf zur Pflegeversicherung von GesundheitsministerinWarken ist aus Sicht der TAZ...
    "...eine Zeitenwende in der Sozialpolitik, die in ihrer Bedeutung an die Einführung der Hartz-4-Gesetze erinnert. Denn vieles, was in den vergangenen Jahren verbessert wurde, wird wieder zurückgefahren."
    Ein weiterer Gesetzentwurf der Gesundheitsministerin will die Krankenkassen finanziell stabilisieren. Die LAUSITZER RUNDSCHAU analysiert:
    "Das Rezept von Warken lautet: Möglichst vielen wehtun, also gesetzlich Versicherten, Praxen, Kliniken, Apotheken und auch der Pharmaindustrie. Letztere soll für patentgeschützte Medikamente einen jährlich steigenden Rabatt gewähren müssen. Nicht nur Krankenkassen, auch viele Politiker finden, dass die Branche damit eher glimpflich davonkommt."
    Die SÜDWEST-PRESSE aus Ulm führt aus:
    "Dass sich nun alles auf die notwendige Modernisierung von Rente, Gesundheit, Steuern und Arbeitsmarkt fokussiert, ist richtig. Es wäre aber eine Fehlannahme, zu glauben, dass 'danach' erst mal Schluss wäre mit der Reformerei."
    Die RHEIN-ZEITUNG aus Koblenz stellt fest:
    "Bundeskanzler Merz strebt einen Konsens mit den Sozialpartnern nur halbherzig an. Er hat Gewerkschafter und Arbeitgeber zwar zu einer Gesprächsrunde ins Kanzleramt eingeladen, doch das ist noch lange kein Dialogprozess."
    Heute Abend war Merz in London zu Gast - zu deutsch-französisch-britischen Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten.
    Hierzu schreibt die LUDWIGSBURGER KREISZEITUNG:
    "Das Signal des E3-Treffens in London ist deutlich: Die Europäer erheben den Anspruch, den Weg zum Kriegsende mitzugestalten. Dieses neue Selbstbewusstsein ist zu begrüßen."
    Und der KÖLNER STADT-ANZEIGER befürwortet Überlegungen von 11 EU-Staaten, russischen Urlaubern keine Visa mehr auszustellen:
    "Die EU muss sich fragen, wie ernst Putin sie nimmt, wenn sie sich nicht mal traut, seine Landsleute aus der Ignoranz zu reißen. Europa sollte helfen, ihnen die Augen zu öffnen."