
Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG findet:
"Das Video, auf dem ein Migrant aus Sudan auf einen blutverschmierten Mann einsticht, ist barbarisch. Nicht minder barbarisch war die Reaktion eines gewalttätigen Mobs, der die Tat zum Anlass nahm, um ebenso öffentlich Jagd auf unbeteiligte und unschuldige Ausländer zu machen und Brände zu legen."
Der KÖLNER STADT-ANZEIGER konstatiert:
"Der Zeitraum zwischen Tat, Empörung und Ausschreitungen wird immer kürzer. Auch das gehört zum Furchtbaren der Randalen in Belfast. Nicht nur die Gewalt selbst erschüttert, sondern der Eindruck, dass die Politik in Großbritannien keine Mittel findet, sie zu stoppen."
DIE ZEIT sieht mehrere Ursachen für die Gewalt:
"Viele Nordiren haben in Sachen Zuwanderung und den Problemen, die sie verursacht, eine besonders kurze Lunte. Jahrzehnte des Bürgerkriegs haben den Menschen, vor allem in den Arbeitervierteln, eine starke identitäre Verteidigungshaltung antrainiert."
Die VOLKSSTIMME aus Magdeburg geht ein auf den russischen Angriffskrieg in der Ukraine. Es sei Bewegung erkennbar im
"russischen Hinterland hinter der Grenze, auf der Krim und in den anderen besetzten Regionen in der Ostukraine. Dort ist die ukrainische Drohnen-Strategie erfolgreich. Sie hat es geschafft, die Versorgung mit Kraftstoff empfindlich zu stören."
Die TAGESZEITUNG - TAZ - bemerkt zum ukrainischen Präsidenten:
"Selenskyj ist längst kein Bittsteller mehr. Natürlich braucht sein Land weiterhin Geld für Waffen, für die Luftabwehr, für den Wiederaufbau des Landes, und diplomatische Unterstützung für einen baldigen EU-Beitritt. Aber im Drohnenkrieg sind auch die Staaten im Norden auf die Expertise der Ukraine angewiesen. Und so verwundert es nicht, dass ohne viel Hin und Her Abkommen zur Drohnenabwehr beschlossen werden."
Der Start der Fußball-Weltmeisterschaft in Mexiko, Kanada und den USA ist Thema in der RHEINPFALZ aus Ludwigshafen:
"Vielleicht kommt es so: Der Präsident der Vereinigten Staaten wird sich die kommenden Wochen lammfromm präsentieren. Trump braucht Erfolgsmeldungen. Er braucht die Fußball-Bühne, um von den Folgen seiner unkalkulierbaren Politik abzulenken."
Die FRANKENPOST aus Hof vertritt folgende Ansicht:
"Die Verweigerung der Einreise für den somalischen Schiedsrichter Omar Artan sowie der restriktive Umgang der Behörden mit dem iranischen Nationalteam werfen schon jetzt einen unübersehbaren Schatten auf diese WM. Aber noch hat der Fußball stets gesiegt."
