
Die FRANKENPOST aus Hof bilanziert mit Blick auf Donald Trump:
"Für einen Präsidenten, der zu Beginn des Krieges einen Regimewechsel forderte und Irans Atomprogramm zerstören wollte, ist das eine sehr magere Bilanz. Immerhin kann er sich mit fallenden Ölpreisen trösten."
Die LEIPZIGER VOLKSZEITUNG kritisiert den US-Präsidenten:
"Aus Selbstüberschätzung, Arroganz und Eitelkeit hat Trump einen Krieg begonnen, der den Nahen Osten in Brand setzte und die Weltwirtschaft erschütterte. Längst hat die Unberechenbarkeit des inzwischen 80-Jährigen beängstigende Ausmaße angenommen – erst recht, da seine erratischen Handlungen weltweite Konsequenzen haben."
"Dieser Deal bringt außer dem Iran nur Verlierer hervor", schreibt die WESTDEUTSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG aus Essen:
"Die USA verspielen ihren Ruf als Weltmacht. Geopolitisch ist es eine Vollkatastrophe, sich ausgerechnet von Teheran über den Tisch ziehen zu lassen. Sanktionen fallen, die Seeblockade endet, Vermögenswerte werden freigegeben, Ölexporte garantiert."
Die FRANKFURTER RUNDSCHAU findet:
"Natürlich ist es gut, wenn die Waffen schweigen und die Straße von Hormus wieder befahrbar ist. Doch schon Letzteres ist wie die Zukunft des iranischen Atomprogramms und anderes ungeklärt und muss in den kommenden 60 Tagen erst verhandelt werden."
Der REUTLINGER GENERAL-ANZEIGER gibt zu bedenken:
"Dass die weiteren Verhandlungen erfolgreich sein werden, ist keinesfalls ausgemacht. Israels Premier Benjamin Netanjahu wird sich mit Händen und Füßen dagegen sträuben, den Kampf gegen die Hisbollah im Libanon einzustellen. Er wird weiter versuchen, Öl ins Feuer zu gießen."
Die MÄRKISCHE ODERZEITUNG aus Frankfurt (Oder) geht auf den morgen beginnenden Bundesparteitag der Linken ein:
"Wenn man die Linken fragt, wie sie denn den Sozialstaat gestalten wollen, verweisen sie auf die 'Superreichen', die alles bezahlen sollen. Nichts gegen Vermögensteuer, und auch mit den großen Erbschaften kann man sich befassen, aber zu suggerieren, dass damit alle Probleme zu lösen sind, ist einfach nur populistisch."
DIE RHEINPFALZ aus Ludwigshafen mahnt, die Partei müsse bei dem Treffen in Potsdam ihr derzeit größtes innerparteiliches Problem in den Griff bekommen:
"Antisemitismus. Denn bei einigen, gerade jüngeren Parteimitgliedern verschwimmen oftmals die Grenzen zwischen legitimer Kritik an der israelischen Regierung und offener Feindseligkeit gegenüber Juden. Wer aber gesellschaftspolitisch ernst genommen werden will, muss Grenzen ziehen -– auch gegenüber den eigenen Leuten."
