28. Juni 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Presseschau für die Sendung "Das war der Tag"

    Auf dem kreuzförmigen Schild einer Apotheke zeigt ein Thermometer 35 Grad Celsius an.
    Hitzewelle (imago / imagebroker / alimdi / Arterra)
    Viele der uns vorliegenden Zeitungen kommentieren die seit Tagen andauernde Hitzewelle in Deutschland.
    So schreibt die RHEINPFALZ aus Ludwigshafen:
    "Längst geht es nicht mehr nur um ein paar heiße Tage. Hitze ist zu einem Gesundheits-, Wirtschafts- und Infrastrukturthema geworden. Doch das sehen nicht alle so. Eines der beliebtesten Gegenargumente lautet, das Klima habe sich schon immer verändert. Das stimmt sogar. Eis- und Warmzeiten gab es lange vor der Industrialisierung. Mal veränderten sich die Erdbahn und die Ausrichtung der Erdachse, mal waren gewaltige Vulkanausbrüche die Ursache, mal der Einschlag eines Asteroiden. Wünscht sich das jemand?".
    Die RHEIN-ZEITUNG aus Koblenz plädiert dafür, die Städte und Gemeinden finanziell stärker zu unterstützen:
    "Die Kommunen sind mit der Aufgabe angesichts leerer Kassen und eines drückenden Milliardendefizits überfordert. Und entsprechend wirksame Schritte sind teuer - Trinkbrunnen, mehr Parks und Beschattungen von versiegelten Flächen, Wasserspeichersysteme, Klimaanlagen in öffentlichen Gebäuden, betrieben bestenfalls mit Energie aus Solaranlagen auf den Dächern."
    Die Berliner TAGESZEITUNG - kurz TAZ - appelliert:
    "Politik und Wirtschaft müssen dringend begreifen, dass der Klimawandel mit seinen häufigen Extremwetterereignissen bereits da ist – und entsprechendhandeln. Denn letztlich ist es auch eine Frage der Freiheit: OhneAnpassungen sind wir im Sommer in unseren Häusern gefangen."
    Die Zeitungen der MEDIENGRUPPE BAYERN schreiben:
    "Fakt ist: Auf mittlere und lange Sicht wird es immer heißer bei uns und Extremwetterereignisse nehmen zu. Fakt ist auch: Das Verbrennen fossiler Energieträger macht die Lage schlechter, nicht besser. Fakt ist aber auch: Wir werden den Klimawandel nicht im Alleingang aufhalten. Und an alle Ideologen: Nein, Klimaanlagen in Wohnungen sind kein stromfressendes, energiepolitisches Teufelszeug, sondern eine ziemlich gute Idee, gerade für Kinder und Ältere."
    Abschließend ein Blick in den KÖLNER STADT-ANZEIGER:
    "Die deutsche Wirtschaft gerät unter anderem wegen hoher Energiepreise immer stärker unter Druck. In Unionskreisen wird für die Zwangslage aber nicht die fortexistierende Abhängigkeit von fossilen Energien verantwortlich gemacht, sondern paradoxerweise die Wende zu Sonne und Wind. Eine solche Argumentation bleibt nur logisch, wenn man die Risiken ausblendet. So sagte der heutige Kanzler Friedrich Merz bereits im April 2023: 'Es ist eben gerade nicht so, dass morgen die Welt untergeht.' Es ist zu befürchten, dass er das trotz über 40 Grad im Berliner Regierungsviertel heute nicht anders sieht."