29. Juni 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Die Kommentare beschäftigen sich unter anderem mit der erneuten Eskalation zwischen den USA und dem Iran - die RHEINISCHE POST aus Düsseldorf merkt an:

    Aktivisten halten ein Transparent mit den Worten "No War" in die Höhe, im Hintergrund ist das Weiße Haus zu sehen
    In den USA ist der Krieg gegen den Iran sehr unpopulär (picture alliance / Associated Press / Jose Luis Magana)
    "Während Trump glaubt, die Schlagkraft des US-Militärs sei entscheidend für die Konfliktlösung, geht in der Region etwas Wichtiges verloren: Vertrauen in die Zukunft. Denn für die Menschen in den Ländern bedeutet all dies, dass sie dauerhaft im Alarmzustand leben. In solchen Situationen legen viele langfristige Investitionen auf Eis, leben von der Hand in den Mund, konzentrieren sich vor allem aufs Überleben. So werden Länder ruiniert – auch ohne Bomben."
    Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG erkennt das auch in den angrenzenden Golfstaaten:
    "Der US-Außenminister bereiste Ende vergangener Woche die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und Bahrain und versprach, dass die USA sie nicht im Stich lassen würde. In den Hauptstädten sieht man aber mit Entsetzen, dass Trump den Iranern gleichzeitig alles Mögliche verspricht und wieder Ölexporte zulässt, noch bevor Teheran irgendetwas zugesichert hat."
    Die FRANKFURTER RUNDSCHAU befasst sich mit den Plänen des Kandidaten für das Amt des britischen Premierministers, Andy Burnham, und schreibt: "Viel zu kurz zusammengefasst, sieht Burnham das Heil zuerst in der Regionalisierung der Macht – im Englischen als 'Devolution' für alle dort verständlich. Was sich bereits für Schottland, Wales und Nordirland als förderlich erwiesen hat, könnte auch England den Weg weisen."
    Das REDAKTIONSNETZWERK DEUTSCHLAND schreibt zur Person Burnhams, er sei...
    ..."einer, der Politik noch erklären kann. Er wirkt sympathisch und nahbar und besitzt die seltene Gabe, Bürger auf seinem Weg mitzunehmen. Das hat er in den vergangenen 9 Jahren in Manchester eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Burnhams Problem ist: Das Vereinigte Königreich ist nicht Manchester. Wer den 'König des Nordens' schon jetzt als politischen Heilsbringer feiert, unterschätzt die Härte der Realität in Westminster."
    Die VOLKSSTIMME aus Magdeburg konzentriert sich auf den russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine. Dort heißt es:
    "Wenn mitten in der Urlaubszeit die Krim zum Notstandsgebiet wird und allerorten Benzin knapp ist, muss sich Moskau Sorgen machen. Im September sind Parlamentswahlen. Nun muss die stalinistische Klaviatur her. Kremlchef Wladimir Putin überwindet sich: Er gesteht Schwierigkeiten ein. Das Publikum soll mitgenommen werden in die schicksalsschweren Zentralen der Macht. Das geschulte Volk weiß Bescheid: Es knirscht so laut im Getriebe, dass es bis nach Wladiwostok zu hören ist."