05. Juli 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Kommentiert wird die Wiederwahl von Alice Weidel und Tino Chrupalla als Parteivorsitzende der AfD. Die FRANKFURTER RUNDSCHAU betont:

Die beiden AfD-Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla unterhalten sich in heiterer Stimmung
Die AfD-Vorsitzenden Alice Weidel und Tino Chrupalla (Archiv) (picture alliance / dpa / Elisa Schu)
"Weidel und Chrupalla können als Doppelspitze weitermachen. Sein Ergebnis war deutlich schlechter als vor zwei Jahren, sie stagnierte. Die Hierarchie ist geklärt. Auf den hinteren Plätzen des Bundesvorstands setzte Weidel ihre Vertrauten und Netzwerker durch, der Thüringer Rechtsextreme und Gastgeber Björn Höcke ebenfalls. Die Richtung ist klar: Die Partei will sich professionalisieren, sie will nach innen durchgreifen – und sie will dringend an die Macht."
Die MÄRKISCHE ODERZEITUNG aus Frankfurt/Oder meint:
"Wenige Monate vor der ersten Chance auf konkrete Macht in Deutschland stand in Erfurt Geschlossenheit über allem. Doch die absehbaren Konflikte sind nur vertagt. Viele rechnen damit, dass die Wiederwahl der beiden Parteichefs Alice Weidel und Tino Chrupalla die letzte AfD-Doppelspitze sein wird. In zwei Jahren dürfte Weidel alleine nach der Macht greifen."
Die RHEINPFALZ aus Ludwigshafen notiert:
"Der Verlierer des Parteitags heißt Tino Chrupalla. Chrupalla trat zuletzt eher mäßigend auf. Dass er dafür jetzt abgestraft wurde, zeigt: Die AfD radikalisiert sich - mal wieder - weiter."
Die Bundesregierung befasst sich morgen mit dem Haushaltsentwurf. Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG hebt hervor:
"Die Tilgung der Corona-Notlagenkredite will Finanzminister Klingbeil verschieben. Ebenso die Tilgung der Sonderschulden für die Bundeswehr. Zusammen geht es um 12,4 Milliarden Euro im Jahr. So drückt Klingbeil den 'Handlungsbedarf' in seiner Finanzplanung. Der Bundeshaushalt steht schlechter da als je zuvor."
Die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG kommentiert:
"Der Haushalt steht nur, weil Klingbeil die Notreserven aus besseren Zeiten größtenteils aufzehrt. Das wird die Regierung noch bereuen. Denn es sieht nicht danach aus, dass die Chinesen ihre eigenen Autos verschrotten und plötzlich wieder anfangen, deutsche Fabrikate zu kaufen."
In Washington hat US-Präsident Trump zum 250. Jahrestag der Unabhängigkeit eine Ansprache gehalten. Die SAARBRÜCKER ZEITUNG bemerkt:
"Die spalterische Rede Donald Trumps steht als Ausrufezeichen hinter einem würdelosen Spektakel zum 250. Geburtstag der Vereinigten Staaten. Sie hatte nicht mehr Substanz als die Käfigkämpfe vor dem Weißen Haus oder das geplante Autorennen durch die Hauptstadt."
Das HANDELSBLATT führt aus:
"Trumps Rhetorik zielt nie auf Ausgleich, sondern ist stets ausgrenzend und gegen jemanden gerichtet – sei es der politische Gegner, den der Präsident zum Feind erklärt, Minderheiten, die als Sündenböcke für Fehlentwicklungen herhalten müssen, oder ausländische Mächte, denen er handelspolitischen oder sicherheitspolitischen Betrug am amerikanischen Volk vorwirft."