
Die THÜRINGER ALLGEMEINE aus Erfurt konstatiert:
"Die schwarz-rote Koalition kommt mit ihrem Reformversprechen voran, aber vieles ist teuer erkauft. Der Haushaltsentwurf, den der Finanzminister jetzt eingebracht hat, steht nur dank erneuter Schulden und einer Milliarden-Verschieberei, die an der Grenze zu Buchungstricks liegt."
DIE RHEINPFALZ aus Ludwigshafen findet:
"Problematisch ist vor allem die massive Neuverschuldung. Allein im Kernhaushalt sind für 2027 neue Schulden in Höhe von fast 120 Milliarden Euro vorgesehen. Die Folge sind auch steigende Zinskosten."
ND DER TAG verweist auf die höheren Ausgaben für Verteidigung:
"Fast jeder dritte vom Bund ausgegebene Euro fließt in Panzer, Drohnen und Kampfflugzeuge. Dafür muss der Staat - Klingbeils Logik zufolge - natürlich an anderen Stellen sparen."
Das STRAUBINGER TAGBLATT urteilt:
"In manchen Punkten ist dieser Haushaltsentwurf denkbar uninspiriert. Das vor allem, was die öffentliche Verwaltung betrifft. Man kann nicht immer von Bürokratieabbau reden, aber die staatliche Bediensteten-Riege immer weiter aufbauen."
Die STUTTGARTER ZEITUNG wendet ein, für Deutschland könne man
"nur hoffen, dass Merz' und Klingbeils Wette auf einen Aufschwung aufgeht. Kommt alles anders, wird es neben vielen anderen Schwierigkeiten auch riesige Probleme mit Haushaltslöchern geben. Welches Kaninchen zaubert die Regierung dann aus dem Hut?"
Thema im KÖLNER STADT-ANZEIGER ist die Kontroverse um die Aufhebung der Sperre eines US-Nationalspielers bei der Fußball-WM:
"Seit Sonntag steht die WM wieder unter Trumps direktem Einfluss. Gemeinsam mit Fifa-Boss Gianni Infantino hat der US-Präsident wohl einen der größten Skandale der WM-Historie zu verantworten. Auf Wunsch des Weißen Hauses begnadigte der Weltverband offenbar den eigentlich rotgesperrten US-Stürmer Folarin Balogun. Eine Begründung blieb die Fifa schuldig."
Der WESER-KURIER aus Bremen hebt hervor:
"Mit dem Sündenfall dieser WM hat das politische Amerika sich auch im Fußball verwirklicht: ohne Prinzipien, ohne Gewissen, machtbewusst und egomanisch. Das muss für einen Aufschrei des Weltfußballs sorgen."
Die BADISCHE ZEITUNG aus Freiburg beleuchtet einen anderen Punkt:
"Die Fifa erwartet bei dieser WM Rekordeinnahmen von umgerechnet bis zu 12,3 Milliarden Euro. Bei solch' einer Summe ist Infantino offenbar gern bereit, dem Geschäftspartner eine Gefälligkeit zu erweisen."
