
"Die Benzin-Not zeigt, dass die Strategie der Ukraine, mit Drohnen auch weit entfernte russische Raffinerien anzugreifen, aufgeht. Doch die Bevölkerung der Ukraine zahlt dafür einen hohen Preis. Denn Putin antwortet mit noch mehr Bomben auf zivile Ziele, etwa in Kiew. Berichte, wonach Putin angezählt sei, sind mit Vorsicht zu nehmen. Ebenso Einschätzungen, wonach die militärischen Erfolge der Ukraine die Aussichten auf Verhandlungen erhöhen. Rational gesehen, mögen das schlüssige Folgerungen sein. Aber seit wann handelt Putin rational?"
Die LAUSITZER RUNDSCHAU aus Cottbus konzentriert sich mehr auf die Rolle anderer Staaten und fragt:
"Wie also beenden wir den Krieg, und wie schaffen wir wieder Frieden in Europa? Am Ende entscheiden nicht nur die militärische Stärke, sondern auch die Widerstandsfähigkeit einer Gesellschaft und die Bereitschaft der Menschen in Europa, für Demokratie und Freiheit einzustehen. Wer nur an Aufrüstung denkt, zerstört die Gesellschaft."
Nach der Sabotage einer Bahnstrecke bei Leverkusen haben sich die Aktivisten "Kommando Angry Birds" zu den Brandsätzen bekannt. Die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG stellt fest:
"Hier ist eine weitere linksextreme, ökoterroristische Gruppe am Werk, die die Taten der selbst ernannten Letzten Generation noch weit in den Schatten stellt. Sie zerstört, was sie angeblich schützen will, nämlich die ökologischen Lebensgrundlagen, indem sie ausgerechnet Bahnstrecken angreift, und ist darin der Letzten Generation ähnlich. Die hat die Leute auch nur gegen den Klimaschutz aufgebracht, statt sie dafür zu gewinnen."
Die MÄRKISCHE ODERZEITUNG aus Frankfurt/Oder sieht das ähnlich:
"Besonders perfide ist, dass Gruppen wie das 'Kommando Angry Birds' in Kauf nehmen, dass dabei unbeteiligte Menschen zu Schaden kommen. Dass die Signalanlagen durch den Brand nicht ausfielen und es nicht zu einem großen Unfall auf den Gleisen kam, war unfassbares Glück. Auf eine Erklärung, wie genau diese Anschläge dem Klimaschutz dienen sollen, wird man lange warten - denn es gibt sie nicht."
Die ALLGEMEINE ZEITUNG aus Mainz honoriert den verstorbenen US-Senator Lindsey Graham:
"Zwar gelang es Lindsey Graham nicht, US-Präsident Donald Trump seine Faszination für Wladimir Putin auszureden. Doch ist es dem Wirken des Senators zu verdanken, dass die Unterstützung der USA für die ums Überleben kämpfende Ukraine nicht komplett versiegt ist. Zumindest im US-Kongress hat Graham immer wieder Verbündete gefunden. Das gerade verkündete neue Sanktionspaket der USA gegen Russland darf man als sein politisches Vermächtnis betrachten."