05. August 2026
Blick in die Zeitungen von morgen

Viele Zeitungen kommentieren den Drohnenvorfall auf dem Flughafen Leipzig/Halle.

    Kriminaltechniker der Polizei (hinten) bereiten den Einsatz eines Sprengroboters in der Nähe eines ukrainischen Flugzeugs auf dem Flughafen Leipzig/Halle vor.
    Der Drohnen-Vorfall am Flughafen Leipzig/Halle beschäftigt viele Kommentatoren. (Hendrik Schmidt / dpa / Hendrik Schmidt)
    "Dieser hätte zur Katastrophe führen können",
    konstatiert die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG:
    "Noch ist der Fall nicht geklärt, aber die aufgefundene Drohne war offenbar mit Sprengstoff und Zünder ausgerüstet. Der Verdacht liegt nahe, dass die Urheber dieses 'Zwischenfalls' in Russland zu suchen sind oder unter seinen Sabotagezellen im Westen. Es wäre allerdings eine neue Stufe der 'hybriden Kriegsführung'. Bislang ging es im Flugverkehr um Brandsätze, die in Flugzeuge geschleust wurden; auch das alles andere als harmlos. Nun wurde ein offener Angriff vorgetragen. Deutschland geht damit zu leichtsinnig um",
    kritisiert die FAZ.
    Die NEUE PRESSE widerspricht:
    "Es ist nicht so, dass nichts unternommen wird. Doch alle Gefahren auszuschalten ist ein Ding der Unmöglichkeit",
    gibt die NEUE PRESSE aus Coburg zu bedenken, um dann einen anderen Aspekt anzufügen:
    "Bundeskanzler Merz hat viel Gegenwind bekommen, als er im vergangenen Jahr gleich mehrfach erklärte, dass die Bundesrepublik bereits von Russland angegriffen werde. Nicht mit Raketen und Drohnen natürlich, wohl aber mit Sabotage, Falschinformationen und Cyberangriffen. Seit Mittwoch kann sich der Kanzler in seiner Ansicht bestätigt fühlen."
    Die FRANKFURTER RUNDSCHAU geht auf die Spekulationen über die Nachfolge von Bundespräsident Steinmeier ein:
    "Jetzt wird Boris Rhein gehandelt. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass der Name des hessischen Ministerpräsidenten aus der CDU lanciert wurde, um Bayerns Ministerpräsident Söder zu zeigen, dass seine Favoritin Ilse Aigner beileibe keine Selbstläuferin ist."
    DIE GLOCKE aus Oelde erinnert daran,...
    "...dass in der nunmehr 77-jährigen Geschichte der Bundesrepublik ausschließlich Männern die entsprechende Qualifikation für das höchste Amt im Staat zugebilligt wurde - ein Unding. Von der Anfang 2027 anstehenden Wahl muss endlich das Signal ausgehen, dass das kein Naturgesetz ist."
    Wer dem Bundespräsidenten nachfolgt, ist noch offen. Dass ihn niemand vermissen wird, ist zumindest für den KÖLNER STADT-ANZEIGER schon klar:
    "Steinmeier dürfte als Staatsoberhaupt schnell in Vergessenheit geraten, schneller jedenfalls als Gauck, Herzog und vielleicht sogar Köhler. Oder fiele jemand auf Anhieb ein, was Prägendes von ihm bleiben sollte, wenn er in einem halben Jahr aus dem Amt scheidet?"
    Zum Abschluss blickt die VOLKSSTIMME aus Magdeburg auf die Berliner Abgeordnetenhauswahl im September:
    "Die Regierungschefs in der Hauptstadt kamen immer entweder von CDU oder SPD. Die Linke könnte das diesmal ändern. Berlin unter Führung einer Partei, die die Nachfolge der SED angetreten und die Stadt einst durch die Mauer gespalten hat - das wäre ein Dammbruch."