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Nahost-Konflikt
Blinken: Israel akzeptiert Übergangsvorschlag für Waffenruhe

In die Verhandlungen über eine Waffenruhe im Gazastreifen kommt offenbar Bewegung. US-Außenminister Blinken erklärte nach einem Gespräch mit Ministerpräsident Netanjahu in Tel Aviv, Israel habe den US-Vorschlag für eine Feuerpause und den Austausch von israelischen Geiseln und palästinensischen Gefangenen angenommen. Blinken rief die Hamas auf, ebenfalls einzuwilligen.

    US-Außenminister Blinken spricht auf einer Pressekonferenz.
    US-Außenminister Blinken hält sich derzeit für diplomatische Gespräche in Israel auf. (Kevin Mohatt / Pool Reuters / AP / dpa / Kevin Mohatt)
    Netanjahu sprach seinerseits von einem guten und wichtigen Gespräch mit Blinken und stellte klar, er hoffe, dass bereits in einem ersten Schritt des Plans möglichst viele israelische Geiseln befreit werden.
    Die Hamas hatte auch den jüngsten Vorschlag abgelehnt. Streitpunkt sollen etwa von der israelischen Regierung geforderte Grenzkontrollen zwischen dem Gazastreifen und Ägypten sein. In einer Erklärung der Terrororganisation hieß es, man sei überzeugt, dass Israels Ministerpräsident Netanjahu einer Einigung weiterhin Hindernisse in den Weg lege. Er stelle neue Bedingungen und Forderungen, um die Bemühungen der Vermittler zu torpedieren und den Krieg zu verlängern. Es handelte sich um die erste Stellungnahme der Hamas seit der letzten Gesprächsrunde, die am Donnerstag und Freitag in der katarischen Hauptstadt Doha stattfand. Die Hamas nahm daran nicht teil, weswegen sie sich von den Vermittlern über die Ergebnisse informieren ließ.
    Der Krieg im Gazastreifen dauert mittlerweile seit zehn Monaten an. Nach Angaben des von der Hamas kontrollierten Gesundheitsministeriums sind mehr als 40.000 Palästinenser dabei ums Leben gekommen. Weite Teile des Küstengebiets sind verwüstet.
    Diese Nachricht wurde am 19.08.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.