
Wegen der Blockade der Straße von Hormus lassen zahlreiche Reedereien ihre Schiffe um die Südspitze Afrikas herum fahren. So hat sich der Schiffsverkehr in dem Gebiet innerhalb kurzer Zeit verdoppelt, wodurch für die dort lebenden Wale die Gefahr tödlicher Kollisionen mit Schiffen erheblich gestiegen ist. Darauf haben Fachleute unter anderem von der Universität Pretoria die Internationale Walfangkommission aufmerksam gemacht. Ihnen zufolge sind Schiffe teils mitten durch dichte Wal-Gruppen gefahren.
In einem wissenschaftlichen Bericht, der der Internationalen Walfang-Kommission vorgelegt wurde, wird unter anderem empfohlen, die Fahrtrouten weiter von der Küste entfernt zu legen. Das sei nur ein kleiner Umweg für die Schiffe, könne aber bis zu der Hälfte der tödlichen Unfälle verhindern. Auch Warn-Apps oder KI-Kameras für Schiffe sind im Gespräch. Südafrikas Umweltministerium hat angekündigt, schnelle Lösungen für den Schutz der Tiere zu suchen.
Aus dem Deutschlandfunk-Programm
Gefahr am Kap: Steigender Schiffsverkehr bedroht Südafrikas Wale (Audio)
Diese Nachricht wurde am 15.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
