Geheimdienste
BND-Präsident Jäger sieht große Herausforderungen

Angesichts weltweiter Krisen muss der Bundesnachrichtendienst nach den Worten seines Präsidenten Jäger zu einer schlagkräftigen Abwehreinheit werden.

    BND-Präsident Martin Jäger im blauen Anzug, er lächelt.
    BND-Präsident Martin Jäger (AFP / JOSEPH EID)
    Beim Festakt zum 70-jährigen Bestehen des Auslandsnachrichtendienstes sagte Jäger in Berlin, der BND müsse Deutschlands erste Verteidigungslinie sein. Es gebe eine Gleichzeitigkeit von Kriegen und Krisen, von Technologiesprüngen und von feindseligen Akteuren, die die nationale Sicherheit bedrohten. Spionage, Sabotage und Einschüchterung gehörten für Deutschlands Gegner zum Standardrepertoire. Darauf müsse der Dienst seine Arbeit konsequent ausrichten, betonte Jäger.
    Der für die Geheimdienste zuständige Kanzleramtschef Frei sagte zu, die rechtlichen Grundlagen für eine offensivere Ausrichtung des BND zu schaffen. Man dürfe nicht zum Opfer werden, sondern müsse alles dafür tun, die Sicherheit zu gewährleisten.
    Der Bundesnachrichtendienst hatte am 1. April 1956 in Pullach bei München seine Arbeit aufgenommen.
    Diese Nachricht wurde am 23.04.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.