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Boden, Bauern und Barone

"Unsere heilige ungarische Erde" - die Regierung von Viktor Orbán hat versprochen, sie zu schützen. Das richtet sich vor allem gegen den Ausverkauf an internationale Bodenspekulanten.

Von Jan-Uwe Stahr | 05.10.2013

Vorrangig soll das begehrte Agrarland nun an junge Bauernfamilien verpachtet werden. Ab Mai 2014 muss sich Ungarn jedoch allen Landkäufern aus der EU öffnen - so sieht es der Beitrittsvertrag vor. Außerdem sollen die ländlichen Regionen gestärkt werden.

Hier decken sich die Interessen der ungarischen Regierung mit den Zielen der EU-Agrarpolitik. Allerdings trotzt die Wirklichkeit dem Orbánschen Bauern-Populismus: Beim neuen Ringen um das alte Agrarland droht der einstmals kaiserlichen Speisekammer die Rückkehr zu feudalen Verhältnissen.

Am Mikrofon: Britta Fecke