Brasilien
Bolsonaro-Sohn wird Parlamentsmandat entzogen

Der brasilianische Parlamentspräsident Motta hat einem Sohn des früheren Präsidenten Bolsonaro das Abgeordnetenmandat entzogen.

    Eduardo Bolsonaro, Mitglied des brasilianischen Abgeordnetenhauses, spricht während der Conservative Political Action Conference (CPAC) in Oxon Hill.
    Eduardo Bolsonaro, Mitglied des brasilianischen Abgeordnetenhauses, wurde das Mandat entzogen. (Jose Luis Magana / FR159526 AP / dpa / Jose Luis Magana)
    Eduardo Bolsonaro lebe im Ausland und habe in diesem Jahr in mehr als 80 Prozent der Parlamentssitzungen gefehlt, was gegen die Regeln verstoße. Es sei unmöglich, sein Mandat als Abgeordneter auszuüben, wenn man sich nicht im Land aufhalte, sagte Motta.
    Der 41-jährige Eduardo Bolsonaro war im Februar in den US-Bundesstaat Texas gezogen. Er behauptet, in Brasilien politisch verfolgt zu werden und hat sich bei US-Regierungsmitgliedern dafür eingesetzt, Druck auf Präsident Lula da Silva auszuüben, damit das Urteil gegen seinen Vater aufgehoben wird. Der ehemalige Präsident war wegen eines Putschversuchs zu 27 Jahren Haft verurteilt worden.
    Diese Nachricht wurde am 19.12.2025 im Programm Deutschlandfunk gesendet.