Donnerstag, 03.12.2020
 
Seit 02:10 Uhr Zur Diskussion
StartseiteMusikszeneBack to the roots11.08.2020

Boom klassischer SaxofonquartetteBack to the roots

Von seinem Erfinder eigentlich fürs Sinfonieorchester gedacht, hat das Saxofon eine wechselvolle Geschichte durchlaufen. Als klassisches Instrument erlebt es jetzt mit der Gründung zahlreicher Quartette einen Aufschwung und kehrt so gewissermaßen zu seinen Wurzeln zurück.

Von Elisabeth Richter

Drei Männer und eine Frau stehen überwiegend dunkel gekleidet mit vier unterschiedlich großen Saxophonen in der Hand vor einer weißen Wand. (Harald Hoffmann)
Gründete sich 2009 an der HMT München und studierte Kammermusik in der Klasse des Artemis Streichquartetts in Berlin: das Arcis Saxophon Quartett. (Harald Hoffmann)
Mehr zum Thema

Céline Bonacina La Danse du Saxophone

Das Instrument des Jahres 2019 Das Saxophon

Der Belgier Adolphe Sax stellte sich 1840 sein neu erfundenes Instrument vor allem als Klangelement im klassischen Orchester vor. Doch erst Anfang des 20. Jahrhunderts konnte sich das Saxofon durchsetzen - im Jazz! In Sinfonieorchestern hat das Zwitterinstrument - Metallkorpus und Rohrblattmundstück - nach wie vor selten Auftritte. Aber in den letzten Jahren zeigt sich eine andere Bewegung: Klassische Saxofonquartette sprießen wie Pilze aus dem Boden - das Signum Saxophone Quartet und das Arcis Saxophon Quartett sind nur zwei von vielen Beispielen. Sie alle profitieren von der Pionierleistung des legendären klassischen Saxofonisten Sigurd Raschèr (1907-2001). Er inspirierte viele Komponisten zu Werken und gründete 1969 sein Raschèr Saxophone Quartet, das bis heute existiert und viele jüngere Quartette prägt.

Das könnte sie auch interessieren

Entdecken Sie den Deutschlandfunk