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Nahost-Konflikt
Borrell warnt im Libanon vor Eskalation - Blinken trifft Mitsotakis und Erdogan

Der EU-Außenbeauftragte Borrell hat während eines Besuchs in Beirut vor einem Übergreifen des Gazakriegs auf den Libanon gewarnt.

    Rauch steigt über eine Siedlung im Libanon auf.
    Israel hat mit Gegenangriffen auf den Beschuss aus dem Libanon reagiert. (IMAGO / Xinhua / IMAGO / Taher Abu Hamdan)
    Eine regionale Eskalation im Nahen Osten müsse zwingend vermieden werden, sagte Borrell auf einer Presskonferenz mit dem libanesischen Außenminister Buhabib. Borell betonte, niemand werde aus einem solchen Konflikt als Gewinner hervorgehen. Derweil warnte US-Außenminister Blinken während einer Kurz-Visite auf der griechischen Insel Kreta ebenfalls vor einer Eskalation des Konflikts. Man stehe im Nahen Osten derzeit vor einigen der größten Herausforderungen, denen man je begegnet sei, sagte Blinken zum Auftakt des Treffens mit Ministerpräsident Mitsotakis.
    Zuvor hatte Blinken bei seiner Nahost-Reise die Türkei besucht und unter anderem mit Präsident Erdogan gesprochen. Weitere Stationen des amerikanischen Außenministers sind Jordanien, Katar, die Vereinigten Arabischen Emirate, Saudi-Arabien sowie Israel, das Westjordanland und Ägypten.
    Die Hisbollah-Miliz hatte in der Nacht vom Libanon aus Dutzende Raketen auf den Norden Israels abgefeuert und das als erste Reaktion auf die Tötung eines Hamas-Anführers in Beirut am 2. Januar bezeichnet. Israel reagierte darauf mit Gegenangriffen.
    Diese Nachricht wurde am 06.01.2024 im Programm Deutschlandfunk gesendet.