
Er habe diesen Schritt persönlich gewählt und entschieden, sagte Schmidt im Interview der Woche des Deutschlandfunks. Zugleich räumte er ein, dass es in seinen Gesprächen etwa mit Vertretern Großbritanniens, Deutschlands und den USA unterschiedliche Meinungen gegeben habe. Zu Berichten, wonach die Regierung in Washington Druck auf ihn ausgeübt habe, meinte Schmidt, man müsse sehen, dass es in den Vereingten Staaten jetzt ein anderes Verständnis für die Politik auf dem Balkan gebe. Man befinde sich in einer weltpolitischen Umbruchphase, die ihresgleichen suche.
Überlegungen, das Amt des Hohen UNO-Repräsentanten für Bosnien und Herzegowina abzuschaffen und ungelöste Fragen in die EU-Beitrittsverhandlungen zu überführen, lehnte Schmidt ab. Damit würde man diesen Prozess überfrachten.
Vor kurzem hatte Russland dafür plädiert, den Posten nicht mehr neu zu besetzen. Die USA sprachen sich dafür aus, die Befugnisse des Mandats einzuschränken.
Der Hohe Repräsentant für Bosnien-Herzegowina hat die Aufgabe, über die Einhaltung des Friedensabkommens von Dayton von 1995 zu wachen.
Diese Nachricht wurde am 17.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
