Lehrermangel
Brandenburger Eltern schreiben Brief an Ministerpräsident Woidke

In Brandenburg haben sich Eltern wegen des Lehrermangels mit einem offenen Brief an Ministerpräsident Woidke gewandt. Die Entwicklung habe ein Ausmaß erreicht, das die Bildungschancen vieler Kinder gefährde, hieß es in dem Schreiben des Landeselternrates.

    Schülerinnen und Schüler sitzen im Klassenzimmer. Im Hintergrund sieht man unscharf einen Lehrer an der Tafel.
    Viele Eltern in Brandenburg sorgen sich wegen des Lehrermangels. (picture alliance / dpa / Marijan Murat)
    Die Nachrichten aus den Schulen machten vielen Eltern große Sorgen, führte der Landeselternrat aus. Man frage sich zunehmend, wie Unterricht, Förderung und Qualität unter diesen Bedingungen noch gewährleistet werden könnten.

    Kernunterricht nicht gesichert

    Landesbildungsminister Hoffmann hatte gestern erklärt, dass der Kernunterricht ab August nicht an allen Schulen in Brandenburg gesichert sei. Im kommenden Schuljahr könnte die Anzahl der Unterrichtsstunden angepasst werden. Zugleich räumte er ein, dass diese Entwicklung für Probleme bei der bundesweiten Anerkennung von Schulabschlüssen aus Brandenburg sorgen könnte, bereite dem Ministerium "Bauchschmerzen". Denn die Kultusministerkonferenz schreibe strikte Kriterien wie Mindeststundenzahlen vor.

    Koalition will zusätzliche Stellen schaffen

    Um dem Lehrkräftemangel entgegenzuwirken, will die Koalition aus SPD und CDU in Brandenburg 250 zusätzliche Stellen schaffen. Zuvor war die Zahl der Lehrkräfte aus Spargründen im Haushalt 2025 von der SPD/BSW-Koalition um 345 Vollzeitstellen gesenkt worden.
    Diese Nachricht wurde am 11.06.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.