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Nach mutmaßlich rassistischem Vorfall
Brandenburgs Ministerpräsident Woidke: "Werden Rechtsextremismus nicht dulden"

Schüler einer Berliner Schulklasse haben nach Bedrohungen durch mutmaßlich rechtsradikale Jugendliche ein Ferienlager am brandenburgischen Frauensee überstürzt abgebrochen. Die Klasse sei noch in der Nacht nach Berlin zurückgefahren, teilte die Polizei mit. Brandenburgs Ministerpräsident Woidke zeigte sich bestürzt.

    Brandenburger Ministerpräsident Dietmar Woidke im Interview mit dem RBB, vor ihm ein rotes Mikrofon mit RBB-Logo.
    Brandenburgs Ministerpräsident Woidke, hier in einem Interview mit dem RBB. (IMAGO / Hohlfeld / IMAGO / Volker Hohlfeld)
    Der genaue Ablauf der Vorgänge ist noch unklar. Der Staatsschutz übernahm die Ermittlungen. Medienberichten zufolge wurden die Schüler im Alter von 15 und 16 Jahren zunächst rassistisch beleidigt. Später sollen dann einige Rechtsradikale versucht haben, in ihre Unterkünfte einzudringen. Die rund 20 Schüler wollten sich in Brandenburg auf eine Matheprüfung vorbereiten.
    Brandenburgs Ministerpräsident Woidke verurteilte den Vorfall. Man werde Rechtsextremismus nicht dulden, sagte der SPD-Politiker dem RBB. Dafür würden alle Möglichkeiten genutzt, die eine starke Demokratie biete. Zunächst müssten aber die Ermittlungsbehörden ihre Arbeit machen. Dann könne man weitere Schlussfolgerungen ziehen. Der Ostbeauftragte der Bundesregierung, Schneider, nannte die Vorgänge "erschreckend". Die beteiligten Jugendlichen müssten zur Rechenschaft gezogen werden, sagte der SPD-Politiker dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.
    Zuletzt hatte in Brandenburg ein Brandbrief von Lehrkräften für Aufregung gesorgt. Darin berichteten sie von rechtsextremer Musik, vom Hitlergruß, von Mobbing gegen Mitschüler mit einem Migrationshintergrund oder linken Auffassungen und von eingeschüchterten Kollegen an ihrer Schule.
    Diese Nachricht wurde am 08.05.2023 im Programm Deutschlandfunk gesendet.