Umweltschutz
Brasilianische Regierung stoppt Pläne für Ausbau von Wasserwegen im Amazonasgebiet

In Brasilien hat die Regierung Pläne für einen Ausbau von Wasserwegen im Amazonasgebiet gestoppt. Das Büro von Präsident Lula da Silva erklärte in der Hauptstadt Brasilia, nach einem Treffen mit Vertretern indigener Völker aus der Region nehme man von dem Vorhaben Abstand.

    Ein Fluss schlängelt sich durch den Amazonas-Regenwald, aufgenommen aus einem Wassserflugzeug.
    Der Ausbau der Wasserwege im Amazonasgebiet ist gestoppt. (picture alliance / dpa / Jens Büttner)
    Ursprünglich war vorgesehen, mehrere Flüsse auszubaggern, um die Durchfahrt größerer Schiffe zu ermöglichen. Darauf hatten vor allem brasilianische Agrarkonzerne gedrängt. Private Unternehmen unter anderem aus den USA sollten Konzessionen für das Ausbaggern und das Verkehrsmanagement auf den Flüssen erhalten. Gegen die Pläne hatten Indigene und Umweltverbände protestiert, die Umweltschäden befürchteten.
    Diese Nachricht wurde am 24.02.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.