Einstufung als Terrororganisation
Brasiliens Präsident Lula verärgert über USA

Der brasilianische Präsident Lula da Silva hat sich verärgert darüber gezeigt, dass die USA die beiden größten kriminellen Banden Brasiliens als Terrororganisationen eingestuft haben.

    Der brasilianische Präsident Luiz Inacio Lula da Silva spricht während einer Plenarsitzung auf der Weltklimakonferenz COP30 und gestikuliert.
    Der brasilianische Präsident Lula da Silva ist verärgert über die USA (Archivbild) (Fernando Llano/AP/dpa)
    Lula sagte bei einer Veranstaltung im Bundesstaat Sergipe, Washington dürfe nicht mit der Souveränität Brasiliens und der Demokratie spielen. - US-Außenminister Rubio hatte den Schritt damit begründet, dass der Einfluss der Banden Comando Vermelho und Primeiro Comando da Capital weit über Brasiliens Grenzen hinausreiche. Sie gehörten zu den gewalttätigsten kriminellen Organisationen Brasiliens. Lula hatte vor rund zwei Wochen einen Aktionsplan zur Bekämpfung der organisierten Kriminalität vorgestellt. Seine Regierung lehnt die US-Einstufung jedoch ab - womöglich auch aus Angst vor einer militärischen Internvention der USA.
    Diese Nachricht wurde am 29.05.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.