
Selbstverständlich dürften Einrichtungen mit klaren Verbindungen zu verfassungsfeindlichen Akteuren nicht von staatlicher Förderung profitieren. Es verdichte sich aber der Eindruck, Weimer greife die Meinungs- und Kunstfreiheit an, um politisch unliebsame Preisträger auszuschließen. Gegen Weimer gab es bereits Rücktrittsforderungen aus der Opposition, die die Bundesregierung aber zurückwies.
Weimers Entscheidung gegen die Buchhandlungen "Golden Shop" in Bremen, "Rote Straße" in Göttingen und "Zur schwankenden Weltkugel" in Berlin sorgt seit Anfang März für viel Kritik und Debatten. Er hatte die drei Läden wegen "verfassungsschutzrelevanter Erkenntnisse" von der Liste der Läden gestrichen, die von einer Jury für den Deutschen Buchhandlungspreis vorgesehen waren. Der mit Steuergeld finanzierte Preis dürfe nicht "an Feinde des Staates" gehen, erklärte er im Kulturausschuss des Bundestags.
Diese Nachricht wurde am 16.03.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.
