Atomrechtliche Genehming
Brennelementefabrik in Lingen darf mit Rosatom kooperieren

Eine Fabrik im niedersächsischen Lingen darf ‌künftig mit ⁠dem Moskauer Konzern ⁠Rosatom Kernbrennstoff für Atomkraftwerke russischer Bauart herstellen.

    Blick auf ein Zugangstor vom Werk der Framatome - Advanced Nuclear Fuels GmbH die Brennelemente für osteuropäische Atomkraftwerke in der Lingener Brennelementefabrik herstellt.
    Die Brennelementefabrik in Lingen wird von der Advanced Nuclear Fuels GmbH (ANF) betrieben und befindet sich vollständig im Besitz des französischen Atomkonzerns Framatome. (picture alliance / dpa / Lars Klemmer)
    Eine entsprechende Genehmigung unter strengen Sicherheitsauflagen liegt seit heute vor. Die ⁠Kooperation ist wegen des russischen Angriffskriegs in der Ukraine umstritten. Die Genehmigung fußt auf einer Bewertung durch die Bundesregierung vom Februar. Betreiber der Fabrik ist ein zum französischen Framatome-Konzern gehörendes Kernkraft-Unternehmen.
    Der niedersächsische Umweltminister Meyer von den Grünen kritisierte die Zusammenarbeit scharf. Er halte solche Geschäfte politisch für grundfalsch. Abhängigkeiten von Russland müssten gerade im sensiblen Nuklearsektor verringert werden, hieß es.
    Diese Nachricht wurde am 22.07.2026 im Programm Deutschlandfunk gesendet.